Stauende zu spät erkannt

Autobahn 5: Fünf Unfälle mit 16 beteiligten Fahrzeugen und 70.000 Euro Schaden in wenigen Stunden

Am Sonntag haben sich auf der Autobahn 5 zwischen dem Hattenbacher und dem Reiskirchener Dreieck in wenigen Stunden gleich fünf Unfälle ereignet.

Laut Polizei passierte der erste Unfall gegen 15 Uhr in der Gemarkung Mücke (Vogelsbergkreis) in Fahrtrichtung Norden. Ein 37-jähriger Autofahrer aus Polen befuhr mit seinem Pkw den linken der beiden Fahrstreifen der A5 in Fahrtrichtung Kassel. Zwischen den Anschlussstellen Homberg/Ohm und Alsfeld/West erkannte er ein Stauende zu spät, konnte sein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen und fuhr auf das letzte Fahrzeug auf. Wodurch dieses auf davorstehende Fahrzeuge geschoben wurde. 

Ein weiterer Autofahrer fuhr nahezu zeitgleich auf das Stauende auf und schob die Fahrzeuge weiter aufeinander. Insgesamt waren bei dem Verkehrsunfall acht Fahrzeuge beteiligt. 

Mehrere Rettungswagen vor Ort - Autobahn war zwei Stunden gesperrt

Eine 31-jährige Beifahrerin wurde vorsorglich zur Untersuchung mit dem Rettungswagen ins Kreiskrankenhaus nach Alsfeld transportiert. Die Freiwillige Feuerwehr aus Mücke war vor Ort und nahm unter anderem ausgelaufene Betriebsstoffe auf und befreite die Fahrbahn von den umherliegenden Trümmerteilen. Mehrere Rettungswagen der Leitstelle Vogelsberg waren vor Ort. Die Fahrbahn musste insgesamt für zwei Stunden voll gesperrt werden. Eine weitere Stunde wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet bis die Unfallstelle gegen 18 Uhr komplett geräumt war. Vier Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Insgesamt schätzt die Polizei den gesamten Schaden auf etwa 50.000 Euro.

Wenige Minuten später erneuter Unfall am Stauende

Nur wenige Minuten nachdem sich der Verkehrsunfall ereignet hatte, sind knapp 300 Meter hinter der Unfallstelle zwei weitere Fahrzeuge in einen Verkehrsunfall verwickelt worden. Auch hierbei war Unfallursache das zu späte Erkennen des Stauendes. Ein Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Zwei weitere Verkehrsunfälle ereigneten sich gegen 16.15 Uhr in der Gegenrichtung, einer davon kurz vor der Anschlussstelle Homberg/Ohm in Fahrtrichtung Frankfurt am Main, bei denen niemand verletzt wurde.

Gegen 17.30 Uhr kam es auf der gegenüberliegenden Fahrtrichtung, kurz nach der Anschlussstelle Homberg/Ohm in Fahrtrichtung Kassel, erneut zu einem Verkehrsunfall. Auch hierbei wurde niemand verletzt.

Bei allen fünf Verkehrsunfällen waren insgesamt 16 Fahrzeuge beteiligt, teilt die Polizeidirektion Osthessen mit. Der Gesamtschaden wird auf etwa 70.000 Euro geschätzt.

Rubriklistenbild: © dpa

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