A5: Ersthelfer retten Schwerverletzten aus Fahrzeugwrack - Kritik an fehlender Rettungsgasse

Schwerer Unfall auf der Autobahn 5: Ersthelfer retten schwer verletzten 84-Jährigen aus seinem Fahrzeug. Polizei kritisiert fehlende Rettungsgasse.

Der Unfall ereignete sich laut Polizeibericht am Donnerstag gegen 15.25 Uhr zwischen dem Reiskirchener und dem Hattenbacher Dreieck in der Gemarkung Ottrau (Schwalm-Eder-Kreis) in Fahrtrichtung Norden. 

Ein 84-jähriger Autofahrer aus Lich (Landkreis Gießen) befuhr mit seinem Smart den linken von zwei Fahrstreifen in Richtung Hattenbacher Dreieck. Zwischen der Anschlussstelle Alsfeld/Ost und dem Hattenbacher Dreieck kam es zu stockendem Verkehr. Ein vorausfahrender 30-jähriger Verkehrsteilnehmer aus Versmold (Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen) bremste seinen BMW X3 daraufhin ab. 

Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit und unzureichendem Sicherheitsabstand fuhr der Smart-Fahrer auf den BMW auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der BMW auf den rechten Fahrsteifen geschoben, der Kleinwagen überschlug sich und kam auf dem Dach liegend, neben dem BMW auf der linken Spur zum Stillstand. 

Ersthelfer befreiten den 84-Jährigen - Rettungshubschrauber im Einsatz

Der BMW-Fahrer und ein sofort anhaltenden Verkehrsteilnehmer konnten den 84-Jährigen aus dem Fahrzeugwrack befreien. Nach einer Erstversorgung durch Rettungskräfte an der Unfallstelle, wurde der schwer verletzte Fahrer zur weiteren ärztlichen Behandlung mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Gießen geflogen.Der 30-jährige BMW-Fahrer blieb unverletzt und kam mit dem Schrecken davon.

Vollsperrung und langer Stau

Aufgrund der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie des Rettungshubschraubereinsatzes musste die Fahrbahn in Fahrtrichtung Norden für etwa 45 Minuten gesperrt werden. In der weiteren Folge konnte zunächst der rechte und nach Beendigung der Abschlepp- und Reinigungsmaßnahmen wieder die komplette Fahrbahn in Fahrtrichtung Kassel freigegeben werden. Der nachfolgende Verkehr staute sich auf etwa acht Kilometer. Der entstandene Schaden wird von den Beamten auf etwa 25.000 Euro geschätzt.

Kritik der Polizei an fehlender Rettungsgasse - Lkws blockierten die Fahrbahnen

Ein großes Problem stellte die Bildung einer Rettungsgasse für die Rettungs- und Einsatzkräfte dar. Rettungsdienste konnten laut Polizei die Unfallstelle aufgrund einer fehlenden Rettungsgasse nur sehr schwer erreichen. Die Fahrbahn sei überwiegend mit Lastzügen auf beiden Fahrstreifen blockiert gewesen, heißt es im Polizeibericht.

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