Autofahrer verletzt, Lastwagen beschädigt

Nach Unfall: Stundenlange Behinderungen auf der A7 bei Melsungen

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Reichlich Öl verloren, Lkw beschädigt: Unfall auf der A7. Besonders ärgert die Einsatzkräfte, dass es erneut keine Rettungsgasse gegeben habe. 

Am Montagmorgen hat sich auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Melsungen und Malsfeld ein Unfall mit drei Fahrzeugen ereignet. Die Autobahn ist immer noch gesperrt. 

Aktualisiert um 15.08 Uhr. Wegen eines Unfalls, der sich am frühen Morgen auf der A7 bei Melsungen ereignete, mussten Verkehrsteilnehmer stundenlang mit Behinderungen rechnen. Bis um 10 Uhr war die Autobahn in Richtung Süden komplett gesperrt. Teilweise war der Stau bis zu 15 Kilometer lang. Bis in den späten Abend war eine der Fahrspuren gesperrt, weil die Feuerwehr eine Ölspur beseitigen musste.

Durch den Unfall herrschte rund um Melsungen Verkehrschaos. Die Ortsdurchfahrt, an der derzeit Bauarbeiten laufen, war völlig überlastet.

Ursprüngliche Meldung

Kurz vor 4 Uhr war ein 54-Jähriger mit seinem Mercedes zwischen den Anschlussstellen Melsungen und Malsfeld auf dem mittleren Fahrstreifen ins Schleudern geraten und seitlich in einen Lastwagen gekracht. Das Auto schleuderte dann in die Mittelleitplanke. Der Lkw, an dessen Steuer ein 67-Jähriger aus Bad Driburg saß, touchierte nach dem Zusammenprall die Leitplanke. Dabei wurde der Kraftstoff- und Hydrauliköltank an dem Lkw aufgerissen. Ein weiteres Auto fuhr über die Trümmerteile und wurde ebenfalls beschädigt. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 27.000 Euro.

Der Mercedes-Fahrer aus Buchholz in Niedersachsen wurde an der Unfallstelle vom Rettungsdienst aus Melsungen behandelt und dann vorsorglich in die Asklepios-Klinik nach Melsungen gebracht. Durch den Aufprall in die Leitplanke wurde das Fahrzeug stark beschädigt und die Autobahn mit Trümmerteilen übersät. Der 67-jährige Fahrer des Lastwagens aus Bad Drieburg (Nordrhein-Westfalen) blieb unverletzt. Er konnte sein Fahrzeug auf der Standspur abstellen. Aus dem aufgerissenen Tank liefen etwa 250 Liter Hydrauliköl aus.

Die Freiwillige Feuerwehr Melsungen war mit 13 Einsatzkräften an der Unfallstelle, die sich etwa zwei Kilometer hinter der Anschlussstelle Melsungen befindet. Die Feuerwehrleute sicherten gemeinsam mit der Polizei die Unfallstelle und streuten dann die über 300 Meter lange Ölspur zwischen der Aufprallstelle und dem Standort des Lkw. Fast 500 Kilogramm Ölbindemittel waren nötig, um den Ölsee auf der rechten Fahrbahn abzubinden. Da von den Autofahrern, die kurz nach dem Unfall noch die Autobahn mit ihren Fahrzeugen in Richtung Süd befuhren, Öl über die Fahrbahn verteilt wurde, streuten Mitarbeiter von Hessen-Mobil diese etwa 500 Meter langen Ölspur ab.

A7-Unfall: Keine Rettungsgasse

Der Verkehr staute sich bis fast zur Anschlussstelle Guxhagen zurück. Von den Einsatzkräften wurde die mangelhafte Bildung der Rettungsgasse kritisiert. Wieder standen Fahrzeuge so, dass die Einsatzfahrzeuge nur im Schritttempo zu der Unfallstelle gelangten. Und teilweise erst, nachdem die Fahrzeuge umrangiert wurden.

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