Investition von  235 Millionen Euro

A44: Abschnitt bis Waldkappel feierlich eröffnet - freie Fahrt auf 18 Kilometern

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Eröffnete die neue Strecke: Burkhard Vieth, Präsident von Hessen Mobil.

Küchen/Waldkappel. Das symbolische Band ist zerschnitten: Seit Freitagnachmittag können Autofahrer auf dem neuen A44-Abschnitt zwischen Hessisch Lichtenau und Waldkappel fahren.

Aktualisiert um 17.15 Uhr. Um 10 Uhr hat am Freitag die Feier zur Freigabe am Tunnel Küchen begonnen - wo die rund 500 Teilnehmer Gelegenheit hatten den Tunnel zu Fuß zu erkunden. Die Staatssekretäre Steffen Bilger vom Bundesverkehrsministerium und Mathias Samson vom Hessischen Verkehrsministerium gaben am Freitag die drei Abschnitte der A 44 zwischen Hessisch Lichtenau und Waldkappel für den Verkehr frei.

Im Anschluss durften die Gäste als erste das neue Teilstück bis Waldkappel im Konvoi befahren.

Rund 500 Gäste waren zur Freigabefeier zum Tunne Küchen gekommen.

Der Bau des ersten der drei Abschnitte hat im September 2010 begonnen, die anderen folgten im März 2011 und Oktober 2014.  Gut sechs Jahre wurde an den drei neuen Abschnitten (6 bis 8) zwischen Walburg und Oetmannshausen gebaut, rund 235 Millionen Euro hat der A-44-Abschnitt gekostet. Ein besonderes Bauprojekt auf diesem Teilstück ist der Tunnel Küchen - der rund 1370 Meter lange Tunnel unterquert den Hessisch Lichtenauer Stadtteil Küchen. 

Die drei neuen Abschnitte zwischen Hessisch Lichtenau und Waldkappel sind zusammen 11,5 Kilometer lang und schließen östlich an die bereits fertigen 6,5 Kilometer bei Hessisch Lichtenau an. Sie entlasten die Ortschaften Küchen, Hasselbach, Harmuthsachsen und Waldkappel vom Durchgangsverkehr auf der B 7: „Die Sicherheit und die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner der Bundesstraße wird sich erheblich verbessern“, sagte Samson.

Ab heute geöffnet: Der A-44-Tunnel Küchen, der direkt unter dem Hessisch Lichtenauer Stadtteil entlangführt.

Der befahrbare Teil der Autobahn 44 von Kassel nach Herleshausen hat sich mit der heutigen Freigabe  auf rund 18 Kilometer verdreifacht: Damit ist ein Viertel der rund 70 Kilometer langen Verbindung fertiggestellt und die mit insgesamt 1,8 Milliarden Euro vermutlich teuerste Autobahn der Welt ganze elf Kilometer länger. Bis zum Jahr 2022 sollen weitere Abschnitte dem Verkehr freigegeben werden.

Die A44 führt durch einen sensiblen Naturraum, der Wildkatzen und die geschützten Fledermausarten Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus beherbergt Schutzzäune und Wälle minimieren Blendirritationen durch Autoscheinwerfer, vier Grünbrücken ermöglichen den Tieren ein gefahrloses Überqueren der Autobahn.

Viele weitere Informationen rund um die Autobahn 44 gibt es auch auf unserer Themenseite. (dir/flk)

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