Warum sollten die Bürger schweigen?

Thema: Vorwürfe gegen Festspielintendant Dieter Wedel

Welche Unverschämtheit erlaubt sich HZ-Redakteur Karl Schönholtz, Menschen aus Bad Hersfeld, die offen ihre Meinung zu den Vorgängen um Herrn Dieter Wedel sagen, zu denunzieren? Oder wie sonst ist der Satz zu verstehen, dass der Skandal „ ... auch von denen diskutiert wird, die meinen, ihren Senf grundsätzlich zu allem geben zu müssen – egal, ob sie etwas Substanzielles zu sagen haben oder nicht.“

Nun, wir haben in den Zurückliegenden Tagen deutlich erfahren, dass Herr Schönholtz Entschuldigendes und Abwiegelndes gesammelt und zitiert hat. Schon konnte er diese Meinungen als fremde ausgeben und glauben, sich so weniger angreifbar zu machen. Leserbriefe, die nicht in die von der HZ gefahrene Schiene passen, sind nicht erschienen, auch ein von mir am 6. 1. eingesandter nicht. Jetzt steht er der HZ nicht mehr zur Verfügung, da ich ihn zurückziehe. Zu sehr wurden die Tatsachen von der HZ verdreht.

Wo ist es ein „feines Gespür“ Bad Hersfelder Stadtpolitiker, „weise abzuwarten“, was von den Beschuldigungen bleibt, wenn Herr Bürgermeister Fehling sich sofort nach deren Bekanntwerden hinter den von ihm geholten Intendanten stellt? Wo wurde abgewartet, als dem Intendanten erlaubt wurde, eine Erklärung seiner Anwälte auf die von der Stadt verantwortete Internetseite der Festspiele zu bringen? Damit ist es Wedel, der mit Billigung der Stadt seine persönlichen Dinge in die Festspiele zieht und diese damit beschädigt. Dazu soll man als Bürger schweigen?

Und wird von einem Redakteur dieser Zeitung noch beschimpft, wenn man sich den Mund nicht verbieten lässt? Auch ein blauer Kasten ist dafür kein Freibrief, und es wäre spätestens Aufgabe des Redaktionsleiters gewesen, dies zu verhindern.

Friedhelm Fett

Bad Hersfeld

Anmerkung der Redaktion: Die Hersfelder Zeitung veröffentlicht selbstverständlich auch Leserbriefe, die nicht die Ansichten einzelner Redaktionsmitglieder bzw. der Redaktion widerspiegeln oder die sich ggf. auch aggressiv gegen unsere Arbeit wenden. Der Abdruck des Schreibens von Herrn Fett ist ein Beleg dafür. Herrn Fetts ursprünglichen Leserbrief hätten wir ebenfalls veröffentlicht.

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