Minister lässt sich instrumentalisieren

Thema: Grüttner drängt auf Klinikumserweiterung

Als Vertreter der Mitarbeiter im Kreiskrankenhaus Rotenburg möchten wir, bezugnehmend auf den HZ-Artikel „Minister Grüttner drängt auf Klinikumserweiterung“ vom 14. November 2017, mit diesem Leserbrief unsere Ängste und Sorgen zum Ausdruck bringen.

Seit Beginn der Gespräche zu einem gemeinsamen Versorgungskonzept der Bevölkerung im Kreisgebiet auf medizinischer Ebene, drängt sich uns zunehmend der Eindruck auf, dass sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene politisch das Ziel feststeht, unser Krankenhaus, welches nachweislich eine hohe Patientenzufriedenheit in medizinisch als auch pflegerisch familiärer Atmosphäre bietet, zu vereinnahmen. Wenn man die Berichterstattung zu den Plänen des Klinikums Hersfeld-Rotenburg verfolgt, drängt sich die Frage auf, wohin soll dieses Säbelrasseln führen.

Wir als Haus der Grund- und Regelversorgung können ein gleichermaßen ausgeprägtes Interesse von politischer Seite leider nicht feststellen.

Vor dem Hintergrund einer 63 Jahre lang bestehenden medizinischen Versorgung der Bevölkerung und dem Betrieb einer Altenpflege- und Krankenpflegeschule seit über 40 Jahren fragen wir uns außerdem, wie empfindet die betroffene Bevölkerung die sich abzeichnende Entwicklung?

Das bewusste Schaffen einer Konkurrenzsituation durch die unverständliche Vergabe eines zweiten Versorgungsauftrages für eine Pneumologie in der Vergangenheit, als auch die Verlegung der Orthopädie nach Rotenburg, wo eine orthopädische Versorgung bis weit über die Kreisgrenze seit langem etabliert ist, sehen wir als weiteren Schachzug, mit dem Ziel unserem Krankenhaus die Schlinge um den Hals zu legen.

Die Mitarbeitervertretung des Kreiskrankenhauses Rotenburg: 

Markus Schmidt

Norbert Karb

Andrea Norman

Marion Menge

Uwe Röhn

Armin Lorey

Heidrun Reeh

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