Wer's glaubt, wird selig

Thema: Schnellbahntrasse durch den Kreis Hersfeld-Rotenburg

Es ist alles offen in der Planung für eine neue Schnellbahntrasse, und es wird alles im Dialog mit den betroffenen Bürgern geplant. So lautet der Tenor in der Informationsveranstaltung der Bahn und auch in den Kommentaren der HZ in letzter Zeit zu diesem Thema.

Dass die Bahn einen sogenannten Suchraum präsentiert und erklärt, dass sie – um einige Minuten nach Erfurt einzusparen – so lange wie möglich auf der alten Schnellbahntrasse Richtung Hannover fahren möchte, um dann im Zickzack wieder nach Hersfeld Bahnhof zurückzufahren, wird ignoriert.

Dass die Bürgerinitiativen und die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden einer Neubaustrecke sich im vergangenen Jahr für den Ausbau der bestehenden Bahnstrecke mit entsprechendem Lärmschutz ausgesprochen haben, wird ignoriert. Was mit einer Neubaustrecke den betroffenen Bürgern und der Natur zugemutet wird, an Eingriffen in die Landschaft, Dreck und Lärm wird ignoriert.

Nebenbei bemerkt ist bei einer Neubaustrecke für mich der Lärm nur ein Aspekt unter vielen. Ich frage mich, wo die Reaktionen der Anwohner vom Wehneberg, vom Frauenberg, von Asbach, vom Johannisberg etc. sind, die möglicherweise auch vom Bau einer Neubaustrecke betroffen sein würden.

Also Ruhe ist die erste Bürgerpflicht oder wer‘s glaubt wird selig. Nach dem „kick off“ am Mittwoch mit der Veranstaltung ist dann spätestens in zehn Jahren mit „Bürgerbeteiligung“ alles gelaufen. Oder?

M. Leyendeckers

Bad Hersfeld

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