Leserbrief 

Am Ende zahlt der Bürger

Es entpuppt sich, wie gewöhnlich, wiedermal als Geschwätz, wenn Gemeinden und Behörden etwas versprechen.

 Vor Beginn der Umbaumaßnahme alte Bundesstraße 27 in den Haunecker Ortsteilen Oberhaun und Sieglos fand eine Informationsveranstaltung statt. Während dieser wurde versprochen, die Sache sehr flott und bürgerverträglich durchzuziehen. Mitnichten ist dem so.

Seit zweieinhalb Wochen kann ich mein Hofgrundstück nicht befahren. Der Nachbar ebenfalls nicht. Ich würde es noch verstehen, wenn hier mit Hochdruck am Gehweg gearbeitet würde.

Man müsste nur noch einen Einlaufkasten und zwei Rinnen für Oberflächenwasserabführung setzen, dann könnten wir unsere Grundstücke wieder voll nutzen. Der Treppenwitz: Der eine bekommt eine solche Rinne, der andere, bei gleichen Voraussetzungen nicht beziehungsweise erst nach Intervention. Ich sag es klar, als Bürger ist man nur noch entsetzt und ist wütend über so viel Unfähigkeit. Weder ist die Ausführung der Arbeiten nachzuvollziehen, noch ist der Wille zu erkennen, hier zügig zum Ende zu kommen. Und das nicht erst seit dieser Baustelle.

Es wurden Bordsteine gesetzt, mehrfach wieder abgerissen, oder kaputt gefahren und Baken wurden zum Durchfahren entfernt. Steine wurden schon am Abend der Anlieferung gestohlen. Es wäre interessant zu wissen, wer die bezahlt, aber ich prognostiziere: in letzter Konsequenz der Bürger. (...)

Johannes Ziehms

Hauneck