Bald Säulenwald statt Seulingswald?

Thema: Windräder im Seulingswald: (HZ vom 20.04.2012) - In der Gemarkung Heringen möchte der Bürgermeister etwa 40 Windräder aufstellen lassen, davon 30 im Seulingswald. Es sind im Wald die Bereiche Lehnberg (Gaishecke), Kirchenkopf, Waltersberg und Bodesruh. Oder einfacher gesagt: Es ist jeder Höhenzug in dem Teil des Seulingswaldes, der zum großen Heringer Gemarkungsgebiet gehört.

Dieses reicht von Hönebach bis Heimboldshausen.

Ist unser Seulingswald denn gar nicht schützenswert? Dürfen die Bürgermeister ihn denn nun für ihre Zwecke verbrauchen und ihn in eine Art Industriegebiet umwandeln? Die Maximalpläne von Herrn Ries kann man nur als eine Totaloperation des Waldes bezeichnen! Der Seulingswald als ein großer, zusammenhängender Wald ist Lebensraum der Tiere, auch vieler Hirsche, und er bietet den Erholung suchenden Menschen Ruhe. Er sollte als Ganzes geschützt und bewahrt werden. Der Lehnberg ist auch Naherholungsgebiet. Sollen die Bürger bald nur noch unter Windrädern wandern oder sollen sie auswandern? Wo sollen die Hirsche noch natürlich leben dürfen? Ich habe den Eindruck, daß hier schnell Tatsachen geschaffen werden sollen, bevor die Förderung geringer wird und bevor die Bürger sehen können, was das für Riesenräder werden.

Sicherlich brauchen wir auch Windräder, doch gehören sie nicht mitten in diesen großen Wald. Denkbar wäre höchstens, entlang der Autobahn Windräder aufzustellen, weil hier bereits eine große Geräuschkulisse existiert.

Reinhold Nibbrig
Heringen

Kommentare