Nachbessern ist nötig

Thema: Windpark Buchenau, HZ vom 19. Janurar - Grundsätzlich halte ich die Windenergie für eine der derzeit verantwortbarsten Energiegewinnungsformen. Für Braunkohle werden ganze Dörfer abgebaggert, Menschen werden durch Umsiedlungen ihre Lebenswurzeln genommen und ganze Landschaften werden zerstört.

Kohleverstromung steigert den CO2-Eintrag in die Atmosphäre mit weitreichenden Folgen für das Erdklima. Atomkraft bedeutet eine Gefährdung und Belastung von Mensch und Natur auf unabsehbare Zeit. Deutlich mehr auf regenerative Energiequellen zu setzen, macht Sinn. Was die Investoren und Planer des Windparks Buchenau allerdings am Montag der Öffentlichkeit vorstellten, ist kein Dienst an dieser für mich grundsätzlich guten Entscheidung zur vermehrten Nutzung regenerativer Energien. Aus einem größeren geschlossenen Waldstück wird in meinen Augen ein Industriegebiet mit 15 unverhältnismäßig hohen Anlagen (200 Meter), die den historischen und idyllischen Ort Buchenau optisch erdrücken und auch andere Orte ringsum bedrängen. 1000 Meter Abstand von Wohnhäusern sind für solch hohe Anlagen viel zu gering. Hier muss meines Erachtens deutlich nachgebessert, sprich: die Zahl der Anlagen reduziert werden, damit die Energiewende ein Anliegen der Bürger bleibt oder wird. Nicht gut finde ich allerdings die Polemik gegen die beiden Waldbesitzer, die durch die Verpachtung der Flächen Einkommen erzielen wollen. Das würden wahrscheinlich viele andere genauso tun, wenn sie die Möglichkeiten und die Mittel dazu hätten.

Karl Josef Gruber
Eiterfeld

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