Toter Stadtwald ist kein Aushängeschild

Thema: Windkraft am Wehneberg - Was geschehen ist geschehen und möglicherweise haben die Stadtverordneten schon zu Beginn des Themas die Komplexität unterschätzt. Sie haben sich etappenweise informiert "gefühlt" und mit diesem Wissen abgestimmt.

Unzureichende Gutachten, zu geringe Windhöffigkeit, zu geringe Abstände zur Wohnbebauung sowie ein Neuregulierung des Erneurerbaren-Energiengesetz (EEG) zeigen, dass ein anderes Vorgehen ( z.B. neutrale Gutachten) wichtig gewesen wäre. Hinterher ist man immer schlauer, deshalb ist es wichtiger jetzt nach vorne zuschauen.

Die Stadtabgeordneten haben am kommenden Donnerstag, die Möglichkeit ein Signal zusenden an all jene BürgerInnen die seit drei Jahren am Bangen und Hoffen um die Natur, Erholung und Gesundheit sind. Die Stadtabgeordneten sollen ihren Teil dazu beitragen, dass jeder einzelne Einwand zu sichten und prüfen ist, so wie es uns zugesagt wurde. Es wäre ein fatales Signal einfach abzuwarten und sich vom RP bevormunden zu lassen. Sie würden hier der Politikverdrossenheit den Weg ebnen. Insbesondere gilt es zu entscheiden! Für ein solch umstrittenes und höchst fragwürdigen Projekt, das unter dem "ehrbaren" Deckmantel der Energiewende den Stadtverordneten untergejubelt wurde, kann man nur mit ja stimmen wenn sie zu 100 % davon überzeugt und informiert sind. Nur dann sollten sie der sich anbahnenden Naturzerstörung und Beeinträchtigung der BürgerInnen zustimmen! Anderenfalls kann ihr Votum nur NEIN sein! Alles andere wäre und ist schon jetzt ein politischer Skandal.

Ein "toter" Stadtwald, der für die Energiewende noch nicht einmal genug Wind und somit Energie liefern könnte, kann kein Aushängeschild einer ökologisch bewussten Stadt und einer ach so "grünen" Energiewende sein! Die jetzige Bundesregierung hat es anscheinend begriffen. Hier vor Ort wird es nur einen Profiteur geben - die Firma Abo- Wind. Selbst für Investoren gibt es nichts zu holen - ProKon hat es vorgemacht. Wir fordern eine Entscheidung von Ihnen und hoffen auf eine Vernünftige!

Familie Stutz

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