Zweifel an der Bürgerinitiative

Thema: Windkraft am Wehneberg - Mit Sicherheit habe ich Respekt für Bürgerinitiativen . Aber was sich im Fall „Windmühlen Wehneberg“ seit fast zwei Jahren abgespielt, lässt viele von uns Zweifel aufkommen an dieser Form von Bürgerinitiativen. Es beginnt wieder einmal mit Bürgermeister Fehling. Weil er - wie bisher - „von Tuten und Blasen“ keine Ahnung hat - will er es wieder wie immer aussitzen und sein Programm betreiben: „die Anderen sind schuld“.

Anstatt uns Hersfelder fachkompetent zu informieren, um bei dieser überlebenswichtigen Frage teilhaben zu lassen bzw. zumindest zu informieren - auch über sogenannte „Geheimverträge“. Will er nicht oder kann er nicht, dass er uns signalisiert, dass wir uns von den Fesseln der jetzigen Energien und deren Unternehmen befreien müssen, um eines Tages unabhängiger zu werden. Was hatten mutige Vorfahren doch noch Zivilcourage, als diese gegen Unternehmen und konservative Bürger die Überlandleitungen (Ein Argument: Die Masten sind zu hoch.) durchsetzten.

Und jetzt noch das: Statt ein dringend notwendiges Signal von der „großen Politik“ zu bekommen sowie eindringlicher Warnung von katastrophalen Klimafolgen, wird in den aktuellen Koalitionsverhandlungen gefordert, die Braunkohle als klimaschädliche Energieerzeugungsart mit neuen Milliarden zu beschenken. Und auch auf EU-Ebene werden sogar neue Subventionen für Atomkraftwerke erwogen. Für die Erneuerbaren fordert Merkels Mann für die Umwelt, Altmaier, „Strompreisbremsen“, die sich schlussendlich als Brandbeschleuniger für den Klimawandel erweisen werden. Vielleicht gibt es für uns Deutsche nur den einzigen Weg - außer millionenfacher Straßenproteste - wir kündigen die Verträge bei den Atom- und Kohlekonzernen, um sich Unternehmen der erneuerbaren Energien anzuschließen.

Wolfgang F. Müller
Conrad-Mel-Str. 5
Bad Hersfeld

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