Freiwillig Prügelknabe sein?

Thema: Zu wenig Grundschullehrer; HZ vom 28. Januar - Wer will schon ein Prügelknabe sein? Alle Jahre wieder kommt der Ruf nach mehr Männern in den Pädagogischen- und Pflegeberufen. Kein Wunder, ihr Ruf ist ja nicht der Beste. Immer mehr sollen andere richten, was viele vorher nicht geschafft haben. Die Familie hat in Deutschland einen ganz schlechten Stellenwert.

Ich würde mir folgendes wünschen: Ab dem Tag der Geburt eine Begleitung, die Tipps gibt: Wie gehe ich mit Geld um? Wie koche ich gesund? Was kann ich meinem Kind an Werten mitgeben? Es kann doch nicht sein, dass Grundschullehrerinnen und -lehrer vieles „veranstalten“, was zu Hause eigentlich erledigt werden sollte, so zum Beispiel, schwimmen lernen, Fahrrad- Prüfung. Lehrer sollten mehr Zeit haben für das, was Sie gelernt haben: Pädagogik. (...)
Die Familie braucht mehr Geld, damit einer zu Hause bleiben kann. Die Geschäfte sollten wieder nur noch bis 19 Uhr öffnen – sonntags bleiben die Geschäfte einfach zu. Dann hätten wir, so glaube ich, weniger Familien die zerbrechen, Lehrer die ihren Beruf/Berufung endlich wieder aktiv leben können. Das Geld dafür könnte man einfach bei den Denkmälern, unwichtigen Skulpturen und in der Rüstungsindustrie einsparen. Dann gäbe es wohl auch kaum Kriege und damit auch kein Elend und Armut. Also fangen wir an, eine freundliche, faire und demokratische Gesellschaft zu werden. Das gilt ganz besonderes auch bei den Pflegeberufen, die eine größere Anerkennung ihrer Arbeit in der Gesellschaft und eine weitaus bessere Bezahlung verdienen.

Rainer Reul
Haunetal

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