Müllhalde der Geschichte

Thema: Verbot antidemokratischer Aktionen und Symbole - Es ist beinahe eine schon fast obszöne Provokation, wenn in Berlin-Treptow anlässlich des Sieges der „Glorreichen Roten Armee“(?) über Nazi-Deutschland mit der Einnahme Berlins am Gedenktag vor dem „Sowjetischen Ehrenmal“ (Panzer auf Sockel) in B-Treptow eine Kompanie von Ex-NVA-Soldaten in voller Armeemontur (Uniform und Stahlhelm) bewaffnet im preußischen Stechschritt aufmarschiert – und das im demokratisch wiedervereinigten Deutschland.

Ein solches Gebaren ist sehr provokativ und höchst unanständig; es widerspricht einfach dem demokratischen Verfassungsgeiste unseres Landes. Solche Zeremonien gehören einfach auf die Müllhalde der Geschichte; gerade deswegen,, weil es auch verboten ist, nationalsozialistische Symbole in Wort, Schrift und Bild zu nutzen und zu verbreiten.. Verstöße sind zu ahnden und mit Strafen zu sanktionieren. Dazu gehören auch jene „Figuren“ in Berlin, die im Zentrum, besonders aber am Brandenburger Tor, gekleidet in der Uniform des „Un-demokratischen Deutschen Staates“ („U“DR=DDR) ihr Unwesen treiben, indem sie sich dummen, ungebildeten Touristen für ein geschmackloses Photo-shooting gegen bare Münze zur Verfügung stellen. Wer auf diese Art und Weise sein Geld verdient, ist mit Verlaub gesagt, nicht ganz dicht im Hirn. Wo sind die Instanzen, die solche Provokationen unterbinden und sanktionieren?

Eine freiheitlich organisierte Gesellschaft darf nicht nach dem Prinzip des „Laissez-faire“ organisiert sein, in der ein jeder nach seinem Gutdünken – wie er will – handeln kann und darf; denn dort, wo der Konsens der demokratischen Mehrheitsgesellschaft provokant herausgefordert wird, müssen Schranken gesetzt werden; ansonsten könnte dieses unser so erfolgreiches Gemeinwesen bald in Agonie verfallen. Wollen wir das ? An dem Demokratieverständnis vieler Mitbürger darf durchaus gezweifelt werden. Eine bessere und intensivere Demokratieerziehung in den Schulen ist daher dringend geboten/wünschenswert, da man sich sonst fragen muss: „Quo vadis GERMANIA ?“

Heinzjoachim Windrich
Birkenstr.7
36282 Hauneck

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