Beten für den Bürgermeister

Thema: Stadtrat Kreissl kritisiert Göbel-Rede, HZ vom 15. Mai 2014 - Der Kritik von Herrn Stadtrat Kreissl an einem Teil der Begrüßungsansprache , die Herr Erster Stadtrat Dr. Göbel am Montag in Vertretung für Herrn Bürgermeister Fehling für das Festspielensemble gehalten hat, schließe ich mich uneingeschränkt an.

Herr Dr. Göbel zitierte dort einen Controller, der berichtet, dass Schuberts unvollendete Sinfonie aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten einmal so ausgedünnt worden sei, dass am Schluss nur noch 20 Minuten übrig blieben. Einen solchen Vergleich kann meines Erachtens nur jemand bringen, der mindestens ein halbes Jahr im Ausland gelebt hat und von der durch einen Gewerbesteuerausfall von neun Millionen Euro - den der Bürgermeister nicht zu vertreten hat - nichts mitbekommen hat! Bei der Begrüßung hätte ich von einem offiziellen Vertreter der Stadt Bad Hersfeld erwartet, dass er mit Stolz dem Ensemble verkündet, dass es den Stadtverordneten wenige Tage vorher gelungen ist - trotz der mehr als angespannten Haushaltslage - einen Festspieletat von über fünf Millionen Euro zu beschließen. Dies wäre mit Sicherheit von dem Ensemble verstanden worden und hätte sie auch in diesem Jahr motoviert, wieder ihr Bestes zu geben! Zum Schluss: Wenn ich Erster Stadtrat und somit kraft Gesetzes Vertreter des Bürgermeisters wäre, dann würde ich das gesundheitliche Wohlergehen des Bürgermeisters jeden Abend in mein Nachtgebet einschließen, damit ich diesen bei dieser angespannten Haushaltslage nicht eventuell über Monate - wie in einigen Nachbargemeinden - vertreten muss. ...

Gerhard Hofmann
Ludwig-Braun-Str. 18
Bad Hersfeld

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