Seeschlacht als Mahnung

Thema: Skagerrak am 31. Mai - Vor dem Skagerrak -einem Westausläufer der Nordsee zwischen Norwegen und Dänemark - fand vom 31. Mai bis 1. Juni 1916 die größte Seeschlacht des 1. Weltkrieges statt. Die Deutsche Hochseeflotte unter Admiral Graf Spee und Vizeadmiral Hipper und die Englische Grand Fleet unter Admiral Jellicoe trafen aufeinander; es standen sich 37 englische Großkampfschiffe und 21 deutsche Großkampfschiffe gegenüber.

Vorgeschobene leichte Seestreitkräfte wie Torpedoboote und leichte Kreuzer leiteten das Gefecht ein - hierbei kam es zur Versenkung des Kleinen Kreuzers „Wiesbaden“, mit dem der bekannte norddeutsche Literat Hans Kienau - besser bekannt als „Gorch Fock“- unter ging; sein Name lebt noch heute in seinem Roman „Seefahrt tut not“ und besonders als Namensgebung für Segelschulschiffe der Deutschen Marine weiter. Durch ein nautisch- und seekriegsgeniales Manöver der Deutschen Schlachtschiffe mir einer doppelten Kehrtwendung der geschlossenen Schlachtschiffformation konnte die Deutsche Flotte der Bedrängnis durch die zahlenmäßig überlegene Grand Fleet entgehen und den Ausgang der Schlacht zu ihren Gunsten wenden. Das Gedenken an diese seemännische Großtat, besonders aber die Trauer um die zahllosen gefallenen Seeleute beider Nationen - trotz kriegerischer Auseinandersetzungen bleibt die Internationale Marine eine feste maritime Familie in all ihren Traditionen- wurde jeweils am 31. Mai der „Skagerrak - Tag“ begangen, auch als Mahnung sinnlose Opfer zu verhüten.

Dr. Dietrich Becker
Bad Hersfeld

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