Frevel im Hinterland

Thema: „Regenerative Energie“ - Windenergie und Solarstrom - Alle Versuche, regenerative Energie in genügender Menge zu erzeugen, sind bei weitem nicht ausgegoren. Der ungezügelte, maßlose Energiehunger, den wir entwickelt haben, kann mit den zur Zeit angewandten Möglichkeiten bei weitem nicht gestillt werden.

Für Windenergieanlagen reichen die von der Wissenschaft angegebenen Mindestwindgeschwindigkeiten Bei weitem nicht aus. Ein Windrad braucht eine Windgeschwindigkeit von > 8 m/s um effektiv Strom zu erzeugen. Für Solarenergie braucht man mehr als 10 Stunden/Tag Sonnenschein. Und diese kontinuierlich, ohne Wolken. Ohne Zweifel sind die Windräder eine gute Erfindung. Was uns fehlt, sind entsprechende Standorte. Was hier in Deutschland im gebirgigen Hinterland passiert, ist ein Frevel ohne Gleichen. Das Gleiche spielt sich bei den Sonnenkollektoren ab. Leider ist für diese Art der Energiegewinnung dieser Breitengrad überhaupt nicht geeignet. Solange für Energiegewinnung dieser Art Geld gezahlt werden muss, ist es eine total verfehlte Energiepolitik. Es wird für die Menschheit noch sehr eng werden, wenn wir nicht anfangen, uns über die Zukunft Gedanken zu machen. Warum handeln wir nicht jetzt? In 20 bis 30 Jahren zahlen wir alle das Doppelte und das Dreifache für Fehler die heute, vorsätzlich wider besseren Wissens, gemacht werden. Muss das sein? Wir brauchen uns nur zu überlegen, was haben wir für die oben angeführten Energieerzeugungsmöglichkeiten in ausreichendem Maß zur Verfügung? Das einzige, wenn auch nicht viel, ist Wind. Genauso verhält es sich bei der Sonnenscheindauer im Jahresmittel. Wo haben wir den Wind? Eigentlich nur in Küstennähe. In weitem Flachland auch nur bedingt, weil größere Bebauung, sprich Städte, den Energiefluss merklich beeinträchtigen. Um die erzeugte Energie zum Verbraucher zu transportieren, benötigen wir Versorgungsleitungen bis vor Ort. Erst muss die Verbindung zum Abnehmer stehen, dann kann die Anlage gebaut werden. Und nicht, wie mit dem offshore Windpark geschehen.

Es ist unzulässig, den Steuerzahler für so einen gravierenden Fehler zahlen lassen zu müssen. Hier müssen die Verantwortlichen in Regress genommen werden. Sonnenkollektoren müssen in Regionen installiert werden, wo genügend Sonne scheint. Auch hier müssen zuerst die Versorgungsleitungen gebaut werden. Natürlich wird sich überall Widerstand regen. Ich bin mir sicher, wenn man sich vernünftig mit allen Betroffenen auseinandersetzt, wird man einvernehmliche Lösungen finden, mit der alle leben können. Ich behaupte, dass hier vorsätzliche Falschaussagen gemacht werden. Wir sind heute soweit, dass man auch Gutachtern nicht mehr vertrauen kann. Denn: Wer die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird. Ich behaupte, die tatsächlichen Kosten aller Großprojekte sind im Voraus bekannt. Würden die Verbraucher mit den tatsächlichen Kosten konfrontiert werden, frage ich mich, welche Projekte würden realisiert werden? 

Günter Behnke
Hattorfer Str. 52
Philippsthal

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