Wehret den Anfängen

Thema: Parkhaus am Klinikum - Ein Umweltbüro soll in der Sache „Parkhaus Klinikum“ feststellen, ob in der Grün- und Hangfläche vor dem Klinikum Hirschkäfer und Fledermäuse leben. Diese hypothetische Annahme soll während der Vegetationsperiode überprüft werden. „Wehret den Anfängen“ ist in diesem Fall dringend angesagt.

Im vorliegenden Fall handelt es sich keineswegs um Vertragsnaturschutz, auch nicht um ein Netz von verschiedenen schützenswerten Bereichen, in denen sich Flora und Fauna weiterentwickeln und austauschen können. Nicht zu verwechseln mit dem FFH-Gebiet zwischen Neukirchen und Holzheim (HZ vom 27. Mai 2009), in dem 528 Schmetterlinge und die „Rote Knotenameise“ zählte. Die Balance der Abwägung zwischen den Belangen der Menschen und den Belangen des Naturschutzes, dem ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt wird, muss gelingen.

Wie ich die Sache einschätze, verstößt dieses Bauvorhaben nicht gegen das Naturschutzrecht, so dass die Grundlagen für eine Bearbeitungszurückhaltung entfallen. Ein „Verzögerungscharakter“ ist nicht erlaubt. Genehmigung und Bau sind voranzubringen, da die Bezuschussung aufgrund der anstehenden Änderung der Landes-Förderrichtlinien entfällt.

Ich erinnere an die Aussage des früheren Hessischen Wirtschaftsministers Dieter Posch zur A 44 in der HZ vvom 13. November 2009 „Die 64 Kilometer Autobahnstrecke zwischen Kassel und Eisenach kosten 1,4 Mrd. Euro; sie sei wegen der überzogenen Naturschutzmaßnahmen die teuerste Autobahn der Welt“. Ein „Machtwort“ hat das Bundesverwaltungsgericht Leipzig am 14. April 2010 gesprochen. Er vertraute dem Bibelwort: „Gott wird das Flehen der Menschen erhören und ihnen Recht schaffen.“ Hoffen wir diesen Weg auch für das Klinikprojekt.

Wilfried Blum
Friedlos

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