Lullus-Sportpark

Thema: Ein neues Millionen-Grab? - Die Idee klingt gut: Masterplan, Fulda-Aue, Lullus-Sportpark mit Freizeitangeboten für den Breitensport. Geschätzte Kosten von ca 4 Millionen Euro mit einem erhofften Landeszuschuss von 50 Prozent. Bleiben mindestens 2 Millionen Euro Kosten für das Stadtsäckel. Dabei sind die laufenden Unterhaltskosten, Kosten für eine sinnvolle Verkehrsanbindung (Straßen, Parkplätze u. a.) noch gar nicht berücksichtigt!

Und die Realität? Leere Kassen! Deshalb Rückbau des preisgekrönten, mit 7,5 Millionen Euro ausgebauten Kurparks in eine Rasenmäher-gerechte-Grünfläche, Löcher in Straßen und Gehwegen, verunkrautete Rabatten nicht nur im Kurviertel, Finanzierungslücken im „Wortreich“ und bei den Festspielen. … „Masterplan“? - NEIN, die Ideensammlung hat einen solchen Namen nicht verdient. Man darf eben nicht „die ganz schnellen Laufschuhe anziehen“ (Zitat Fehling) und nur kurzsichtig nach einmaligen Fördertöpfen des Landes schielen. Ein „Masterplan“ sollte kein Schnellschuss als Prestige-Objekt des Bürgermeisters sein, sondern eine umfassende, solide Planung und Finanzierung zur Grundlage haben. Dabei heißt es, die wirtschaftliche, demographische und verkehrstechnische Entwicklung für die nächsten 20 Jahre im Auge und auf dem Rechenblock zu haben. Sonst verkommt der Sportpark so wie es der (ehemalige) Sportpfad auf dem Tageberg bereits seit Jahren ist! Erhalt der Sportanlagen an der Oberau - JA! Ausbau mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl ist gefordert. Und die Lage des Sportparks? Freizeit-Sportanlagen, die der Bewegung des Breitensportlers in der freien Natur dienen sollen, sollten zumindest für frische Luft und Ruhe garantieren, um den Erhalt und der Regeneration der Gesundheit zu dienen. Das ist aber entlang einer vielbefahrenen Bundesstraße und bald 6-spurigen Autobahn unmöglich. Die Belästigung der Anwohner und Besucher des Kurparks durch den Verkehrslärm ist schon jetzt unerträglich! Der Kurpark ist bereits heute schon kein „Ort der Ruhe und Erholung“ mehr. Der Lärm des zunehmenden Güterverkehrs auf der Bahnstrecke Bebra - Fulda trägt zur weiteren Lärmbelästigung erheblich mit bei. Spätestens mit dem 4-spurigen (?) Ausbau der Bahnstrecke Niederaula - Hersfeld - Bebra durch den Kurpark und den Sportpark ist der Erholungswert der Festspiel- und Kurstadt Bad Hersfeld dann völlig verspielt. 

Dr. Joachim Dähn
Ludwig-Braun-Str. 12
Bad Hersfeld

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