Die liberale Idee überlebt

Thema: Neoliberalismus - Unser verehrter Herr Bundespräsident hat - vielleicht unbewusst - in einer seiner letzten öffentlichen Reden unsere „Soziale Marktwirtschaft“ in eine begriffliche Bredouille geführt. Der gebrauchte Begriff „Raubtierkapitalismus“ entspricht überhaupt nicht den ökonomischen Realitäten.

Auch Sarah Wagenknecht, die in der LINKEN die sogenannte „Kommunistische Plattform“ vertritt, versucht als häufige Talkrunden-Teilnehmerin mit Vehemenz den Begriff „Neoliberalismus“ mit „Marktradikalismus“ gleichzusetzen. Dabei sollten beide wissen, dass Marktradikalismus eben nicht das Ziel des Neoliberalismus ist. Er wurde in den 30iger Jahren als Wirtschaftstheorie gegen den ausufernden Wirtschaftsliberalismus und dem Aufkommen des Totalitarismus von jenen Liberalen im Exil definiert, von denen einige zu den Gründungsvätern der „Sozialen Marktwirtschaft“ zählten. Von ihnen wurde der Begriff „Neoliberalismus“ (neo = neu) genutzt, aber im Sinne eines neuen liberalen wirtschaftlichen Ordnungssystems. Dem permanenten Versuch der LINKEN, den „Neoliberalisierungs-Begriff“ systematisch falsch zu interpretieren und zu dämonisieren, muss argumentativ Einhalt geboten werden. Nach der letzten Bundestagswahl sollte man den Begriff „Neoliberalismus“ durchaus positiv gebrauchen, wenn man ihn dahingehend interpretiert, dass sich der für unsere Gesellschaft notwendige Liberalismus neu organisiert. Die liberale Idee wird nicht sterben. Der Liberalismus wird - trotz aller Unkenrufe - überleben. 

Heinzjoachim Windrich
 Birkenstr.7 Hauneck

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