Leuchtwerbung an der Fuldabrücke

Thema: Leuchtwerbung an der Fuldabrücke - Mit der folgenden Auflistung soll aufgezeigt werden, mit welchen Problemen die Bürger in vielen Ballungszentren leben müssen:

- Ärger mit dem Fluglärm
- Überlastete Straßen, Staus, Verkehrslärm, Smog,
- Verbauung der Landschaft mit Hochspannungsmasten, Windmühlen,
- Elektrosmog aus Hochspannungsleitungen,
- AKW mit unberechenbarer Wirkung usw,usw.

Die Kur- und Festspielstadt Bad Hersfeld ist gerade dabei, sich einige dieser unbeliebten Errungenschaften des Industriestandortes Deutschland mitten in unsere Stadt zu holen.

Da sollen Windräder gut sichtbar, zunächst nur ein paar, auf einem Waldhessischen Berg aufgestellt werden. Ist erst einmal der Bann gebrochen, wird es nicht lange dauern und auf dem Obersberg, Wehneberg, Frauenberg, Tageberg, Johannesberg, Petersberg, Wippershainer Höhe werden die Windräder in kürzester Zeit nachziehen. Waldhessen und Bad Hersfeld im Fuldatal wird sich dann bald zum Bad Hersfeld im Windmühlental einprägen und unser Naherholungsgebiet ist nachhaltig geschädigt. Es gibt ja immer einige wenige Leute, die genau wissen, was dem Volke gut tut. (siehe erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg, Sozialismus, Afghanistan, etc.)

Als neueste umweltbelastende Errungenschaft ist wohl die Aufstellung einer Großbildleinwand unmittelbar an den stark befahrenen Bundesstraßen B27/ B62 zu nennen. Die abertausend Leuchtdioden verbrauchen ja ganz wenig Strom, so wird argumentiert und dieser wird aus unendlicher Sonnenenergie, auch nachts, wenn die Sonne mal nicht scheint, gewonnen. Dieser Sonnenstrom ließe sich, zumindest in Teilen, bestimmt sinnvoller nutzen als zu nachtschlafender Zeit unnötig die Landschaft zu beleuchten.

Auch wenn der Spender großzügig die Großbildleinwand zur Verfügung stellt, so hat er doch eine Gewinnabsicht, denn die Leuchtbilderfläche kann von Jedermann gemietet werden! Auch der Spender lebt nicht vom Drauflegen.

Dass die Werbefläche mit enormer, aufdringlicher Helligkeit auch nachts leuchten muss ist nicht zu verstehen, da das Nachtfahrverbot für LKW mindestens keine LKW-Fahrer daran vorbeifahren lässt. Und einige wenige Nachtschwärmer werden sicher ohne diese Nachtwerbung auskommen. An den Schutz nachtaktiver Tiere hat anscheinen auch niemand gedacht. In unserer Stadt werden ab einer bestimmten Uhrzeit Straßenbeleuchtungen und Leuchtreklamen ausgeschaltet, um den Nachtfrieden zu gewährleisten. Diese Großbild-Reklametafel gibt ein sehr schlechtes Beispiel! Sollte die gute Gewohnheit der Nachtabschaltung nicht auch für diese Werbefläche möglich sein?

Die aufdringliche, überaus helle Leuchtwerbung ist unmittelbar an einem Verkehrsnadelöhr mit hohem Fahrzeugdurchfluss aufgestellt und soll die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich ziehen. Es wird sich bald zeigen, dass die Ablenkung der Autofahrer Folgen hat. Die Verkehrsbehörden haben doch in anders gelagerten Aufmerksamkeitsablenkungen (z.B. Handy-Verbot am Lenkrad, private Hinweisschilder am Straßenrand, auf Autobahnen Hinweise auf Sehenswürdigkeiten etc.) ein waches Auge. Besteht hier nicht die Gefahr der Ablenkung?

Die Lampen der Großbildleinwand erzeugen eine so starke Helligkeit, dass mit dem Licht in der Hohen Luft und auf dem Petersberg die Hersfelder Zeitung gelesen werden kann. Beim Umschalten auf andere Werbebilder kommt auch noch Farbe auf die Haus- und Zimmerwände. Die Nacht wird zum Tage gemacht und wird damit für ruhelos, vom Tagesgeschehen ohnehin noch aufgeputschte Bürger zum Alptraum. Wir sind gespannt auf weitere neue Errungenschaften für unsere Stadt, denn es gibt ja immer einige wenige Leute die wissen, was dem Volke gut tut (siehe oben)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister

Natürlich muss Ihnen das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürger am Herzen liegen. Ihre Zustimmung und ihr Lob im Kreisanzeiger für diese Einrichtung sind jedoch zu kurz gedacht. Geht es nicht auch etwas bescheidener und in der Nacht ganz ohne diese Leuchtbilder?

Helmut Becker
Königsbergerstr. 16
36251 Bad Hersfeld

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