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Thema: Kirchenmusikalische Veranstaltungen in Bad Hersfeld - Unsere wunderbaren jahrhundertealten Kirchen bilden mit den aus christlichem Geist, echter Frömmigkeit und hoher kompositorischer Meisterschaft geschaffenen Messen, Oratorien und Passionen der großen Tonschöpfer eine einzigartige kulturelle Symbiose, wie sie so nur im europäischen Raum zu finden ist.

Wer solche Werke zum Beispiel in der Dresdner Frauenkirche, in der Basilika von Kloster Eberbach oder im Dom zu Wetzlar hören konnte, wird dieses Erlebnis nicht vergessen. Hoch aufragender Kirchenraum und musikalisches Opus gehören zusammmen, bilden eine sich gegenseitig bedingende optische und akustische Einheit. Vor einiger Zeit wurde Dvoráks „Stabat Mater“ in der Stadthalle geboten, eine in diesem Ambiente in mehrfacher Hinsicht beschränkte Vorstellung. Ende letzten Jahres kam das „Stabat Mater“ von Jenkins zum zweiten Mal in der Stadtkirche zur Aufführung, eine Woche später folgte das Weihnachtsoratorium von Bach – in der Stadthalle! Wäre J.S.B. jemals auf die Idee gekommen, zum Beispiel seine Matthäus-Passion in einer städtischen Halle aufzuführen? Kaum vorstellbar. Eben dies erleben wir nun wieder am 29. März! Auch ein früheres Telefongespräch mit dem Pfarrer der Stadtkirche brachte keine Klärung, warum es unter vernunftbegabten Christenmenschen nicht möglich sein sollte, hier trotz aller eventuell konfliktbelasteten Vorgänge in der Vergangenheit zu einer der Sache – Kirchen-Musik! – angemessenen Lösung zu finden, wo doch alle anderen Chorträger der Stadt bis zum Obersbergchor die Kirche für ihre Aufführungen nutzen dürfen. Wer kann den Knoten durchschlagen oder eine plausible Antwort geben?

Hermann Casel
Lindenweg 13
Bad Hersfeld

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