Das gehört sich nicht!

Thema: Kasernen-Protest und Landratswahlkampf - In einer Zeit, in der die Bürger des Landkreises mit großem Einsatz um den Erhalt der Alheimer-Kaserne kämpfen, droht nun Gefahr für den Rettungsversuch. So waren unmittelbar nach der Protestaktion vor dem Kasernentor Bilder veröffentlicht worden, die den Eindruck erweckten, dabei habe es sich um eine Wahlkampfveranstaltung der SPD gehandelt.

Gerade das ist es aber nicht. Seit die Menschen im Kreis um den Erhalt des Standortes Rotenburg und gegen die unfassbare Geldvernichtung bei einer Standortschließung kämpfen, findet das ausdrücklich parteiübergreifend statt. Rotenburgs CDU-Bürgermeister Christian Grunwald und der Alheimer SPD-Bürgermeister Georg Lüdtke haben die jüngste Initiative gemeinsam ins Leben gerufen. Zuvor gab es mehrere Initiativen der heimischen Presseorgane, jeweils politisch absolut neutral. Jeder Versuch, eine für diesen Landkreis so wichtige Initiative einseitig politisch zu vereinnahmen, kann dem Erhalt der Kaserne nur schaden. In Berlin muss die Botschaft ankommen, dass die Bevölkerung unabhängig von ihrer politischen Gesinnung um die Alheimer-Kaserne kämpft. Wenn stattdessen der Eindruck erweckt wird, es handele sich um eine SPD-Aktion gegen eine CDU-Bundesministerin, dann ist die ohnehin schwache Glaubwürdigkeit der sozialdemokratischen Polit-Akteure für unser gemeinsames Ziel mehr als gefährlich. Ich erinnere hierbei nur daran, dass sowohl die Erste Kreisbeigeordnete Künholz als auch Staatsminister Michael Roth noch vor drei Monaten mit dem Abzug der Feldjäger abgefunden hatten. So jedenfalls deute ich das damalige Zitat von Frau Künholz, in dem sie laut HNA erklärte, "es sei allerdings 'starker Tobac', dass das Land immer mehr Behörden und Fachkräfte aus dem Landkreis abziehe und im Gegenzug immer mehr Flüchtlinge hier unterbringen will". Das Land kann überhaupt keine Bundeswehrsoldaten abziehen, weil die Landesverteidigung eine reine Bundesangelegenheit ist. Landratswahlkampf auf dem Rücken der Soldaten und gegen eine politisch völlig neutrale Bürgerinitiative zu machen, gehört sich nicht!

Klaus Csenar
Hauptmann a.D.

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