Tennet weicht Fragen aus

Thema: Informationsveranstaltungen zu Suedlink-Terasse - Sorgen und Probleme der Bürger werden nicht ernst genommen. Im April und September 2014 lud der Netzbetreiber und Planer der Starkstromtrasse „SuedLink“ zu Informationsgesprächen ein. Aus den einzelnen Info-Veranstaltungen wurden jetzt Alternativtrassen vorgestellt.

Diese betreffen jetzt Bürger in anderen Gemeinden. Diese Bürger haben aber keine Möglichkeit sich vorab zu informieren, da die Beantragung der Trassenverläufe bei der Bundesfachplanung schon Mitte Okt. 2014 erfolgen soll. Die Anwohner der Alternativtrassen waren zu den Info-Veranstaltungen auch nicht eingeladen worden. Es ist anzunehmen, dass die Alternativtrassen nur zur Beruhigung der Anwohner an der Haupttrasse dienen sollen. Während die erste Info-Veranstaltung im April 2014 noch als solche gelten kann, war die am Dienstag durchgeführte Veranstaltung in Fulda chaotisch. Auf verschiedenen Tischen waren Pläne ausgelegt, Um diese Tische mit jeweils einem Tennet -Mitarbeiter standen jeweils 20 bis 40 interessierte Bürger, um Informationen zu bekommen. Anschlusspläne lagen wiederum auf anderen Tischen. Konkrete Fragen wurden ausweichend beantwortet. Auf die Frage, warum die Alternativrouten - obwohl sie durch Wald und Feld gehen - als „weniger geeignet“ als die Hauptroute über Wohngebiete eingestuft werden, gab es keine Antwort. Diese Veranstaltungen nehmen die Bürger nicht mit. Wir werden bis zur Entscheidung hingehalten. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob diese Trasse überhaupt notwendig ist. Hierzu die Meldung vom Montag. Die angesetzte Tennet-Info-Veranstaltung wurde in Schweinfurt abgesagt. Begründung (Quelle: Tennet an die betroffene Gemeinde): „Nach intensiven Gesprächen mit den politisch Verantwortlichen in Bayern ist der Eindruck gewonnen worden, dass zwischen dem Freistaat Bayern und der Bundesregierung noch abschließender Klärungsbedarf über den Netzausbau im Rahmen der Energiewende besteht.“ Hierzu muss gesagt werden, dass die Starkstromleitung durch Niedersachsen und Hessen nur als Stromzubringer für Bayern dient. Also eine Überlandleitung von Schleswig-Holstein nach Bayern.Unterwegs gibt es keinen Abzweig. Kurios ist, dass der Endabnehmer „Freistaat Bayern“ die Leitung gar nicht will. Wir in Hessen haben aber die Leitung dann über unseren Köpfen. Deshalb lohnt es sich, gemeinsam dagegen zu kämpfen.

Gunter Harmens
Fernblick 4
Kirchheim

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