Wer ist der Schuldenmacher?

Thema: Hersfelder Haushalt - Als Leser der HZ und Besucher der Stadtverordnetenversammlungen ist es unerträglich, wie kurz vor Weihnachten die Berichterstattung in der HZ und die haltlose Kritik an Bürgermeister Fehling von Herrn Müller (…) dahin gepoltert wird.

In der HZ wurde unwahr dargestellt, wie und mit welchen Folgekosten von der Mehrheitsfraktion in der Vergangenheit Fehlinvestitionen vorgenommen wurden und der städtische Haushalt belastet wurde. Beispiele dafür sind:

Der völlig überzogene Neubau der Kur- und Wandelhalle (keine Refinanzierung), der Bau einer Wasserausschenkhalle (ohne Nutzen), die Renovierung der Jugendherberge (keine Refinanzierung), der Neubau des Hallenbades Aqua Fit und das Konzept für alle Bäder mit jährlich 1,8 Mill Minus (keine Refinanzierung), das Geschenk an Amazon von jährlich 950.000 € (ohne Refinanzierung). Zudem hat der Um- und Ausbau des Alten Brauhauses und der Dippelmühle durch einen Investor zu Zinszahlungen zu Gunsten des Investors und zu Lasten des städtischen Haushaltes geführt.

Der Kauf der Vitalisklinik für 8 Mill und die Folgekosten für den städtischen Haushalt bleiben finanziell ungedeckt.

Durch die richtige Rekultivierung des Schildegeländes mit künftigen Wunscheinnahmen (siehe wortreich) wurde der städtische Haushalt maßlos belastet (ohne Refinanzierung).

Allein mit diesen wenigen Punkten und durch die städtischen Gesellschaften wurden Schulden von mehr als 120 Mill angehäuft (keine Refinanzierung).

Das ist das Geschäftsergebnis der Mehrheitsfraktion für die vergangenen 10 Jahre, sie trägt die politische Verantwortung. Das will der Redakteur nicht sehen, der Anwalt aus Leipzig will es nicht wahrhaben, er setzt der falschen Schuldzuweisung an Bürgermeister Fehling noch die Krone auf. Er kritisiert und geiselt die Kostenreduzierungsideen des Bürgermeisters, macht aber im Gegenzug mit keinem Wort einen Vorschlag zur Kostenminimierung und Schuldenabbau.Wenn bei dem Haushalt für 2015, der im kommenden Jahr aufgestellt wird, alle Verpflichtungen der Stadt und deren Gesellschaften öffentlich ausgewiesen werden müssen, wird mancher Unwissende darüber erzürnen, wie die nachfolgenden Generationen verschuldet wurden.

Gerhard Klöpfel
Alsfelder Straße, Asbach

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