Offener Brief an den Bürgermeister der Stadt Heringen

Thema: Heringer Stadtpolitik - Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ries, hallo Hans, Bezug nehmend auf Deine Informationsschrift vom 10.10.2014 an die Kleinenseer Bürgerinnen und Bürger darf ich Dir meine tiefste Enttäuschung über die Heringer Parlamentarier der SPD, CDU und UL zum Ausdruck bringen.

Du und ich waren während meiner langjährigen kommunalpolitischen Tätigkeit als Ortsvorsteher unseres Stadtteils und SPD-Stadtverbandsvorsitzender gewiss keine politischen Freunde. Jedoch haben wir uns immer respektiert und in sachgerechten Dialogen und Diskussionen versucht, eine vernünftige und dem Wohle unserer Bürger dienende Lösung der politischen und kostenträchtigen Investitionen für unseren Stadtteil zu finden.

Bereits kurz nach der letzten Kommunalwahl musste ich mit größtem Bedauern zur Kenntnis nehmen, in welche Richtung die künftige Kommunalpolitik der SPD in Heringen führen wird. Aus diesem Grund traf ich den mir nicht leicht gefallenem Entschluss und legte auch sofort alle meine politischen Ehrenämter als Ortsvorsteher von Kleinensee, SPD-Stadt- verbandsvorsitzender und 2. Vorsitzender im SPD-Ortsverein Kleinensee nieder.

Und ich sollte leider Recht behalten: Meine ehemaligen SPD-Kollegen in der Heringer Fraktion ließen sich immer mehr auf die von Herrn Bock ( CDU ) proklamierten Thesen und Meinungen ein, der eigene sozialdemokratische Sachverstand rückte nunmehr immer stärker in den Hintergrund.

Inzwischen haben sich ja nun wohl offensichtlich CDU, SPD und UL zu einer neuen Konstellation, nämlich der „CSU“, in unserer Stadt Heringen vereint, um gegen Dich als legitim und mit großer Mehrheit gewählten Bürgermeister mit allen Kräften zu inter- venieren.

Dies drängte mich nun auch noch zu dem endgültigen Entschluss, das ich meine Mitglied- schaft in dieser SPD sofort beendet habe.

Ich bin eigentlich davon ausgegangen, das die anwesenden SPD,-CDU und UL-Parlamentarier bei der Info-Veranstaltung über den Breitbandanschluss in Kleinensee im November 2013 verstanden hätten, wie dringend und notwendig und von den Kleinenseer Bürgerinnen und Bürgern gewollt der Breitbandanschluss für den Stadtteil Kleinensee ist.

Ist es doch politische Dummheit oder grenzenlose Unwissenheit ( ? ), die Bäderbetriebe in den wirtschaftlichen Zweig der Stadtwerke übernehmen zu wollen, obwohl dies nach- weislich durch Wirtschaftexperten nachgewiesen einen jährlichen zusätzlichen Verlust bzw. Mehrkosten von 21.600 EUR verursachen würde. Die ständige Blockade der Beratung und Beschlussfassung des Haushalts 2014 für unsere Stadt Heringen durch SPD-, CDU- und UL Parlamentarier die ist ein untragbarer Zustand.

Leider obsiegt auch hier die grenzenlose Ignoranz der o. a. Parlamentarier, nur um dem Bürgermeister unserer Stadt Heringen politisch schaden zu wollen.

Ich bitte ALLE Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Heringen um Solidarität mit den Kleinenseer Mitbürgern, dringend und massiv auf eben diese Parlamentarier einzuwirken, das endlich auch der Stadtteil Kleinensee mit dem Breitband-Glasfasernetz ausgestattet werden kann und der kommunalpolitische Unfug im Heringer Stadtparlament aufhört.

Klaus Krapf
Kleinensee

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