Das ganze Team ist verärgert

Thema: Henner und Marie zum Weltgebetstag, HZ vom 1. März - Zu Information, wie es vor Ort abgeht, bevor „gemampft“ werden kann, möchten wir versuchen „Marie“ aufzuklären: Gedacht ist es, dass man die landesübliche Küche geschmacklich kennenlernt. Es geht nicht darum, sich den Bauch kostenlos vollzustopfen!

Schon sechs Wochen vorher treffen sich in Mecklar inzwischen nur noch acht (von früher fast 20) Frauen. Die meisten sind berufstätig und opfern ihre knappe Zeit. Sie bearbeiten die Materialien, setzen sich intensiv mit vielen Informationen und Vorschlägen auseinander, basteln Dekorationsmaterial, üben für die Rollenspiele, studieren die manchmal eigenwilligen Lieder ein. Als wenn das nicht genug wäre: Sie kochen auch noch für das abwechslungsreiche Buffet und spenden die Zutaten dafür. Dann wird der Gottesdienst gefeiert.

Danach eilen sie in die Küche, um das Buffet zu bestücken. Wenn danach das Geschirr für ca. 60 Personen (was in der Gemeindeküche durchaus vorhanden ist) noch - bis auf eine Spülmaschineladung - per Hand gespült wird, kommen die Helferinnen meist vor Mittelnacht nicht nach Hause. Der Gemeinderaum muss parallel dazu wieder für den Normalgebrauch „zurückgebaut“ werden. Das alles leisten die acht Frauen!

Wenn die Gottesdienstbesucher nun gebeten werden, ein eigenes Gedeck mitzubringen, geht es um Entlastung des Teams. Im Altkirchspiel Rohrbach ist es seit Jahren üblich, eigenes Geschirr der mitzubringen. Die Landfrauen kennen es gar nicht anders! Selbstverständlich bekamen alle Besucher, die nicht vorbereitet waren, das Geschirr, das sie brauchten! Die Besucher sehen die Mühe und Arbeit, die hinter den Vorbereitungen steckt eher als die offenbar konsumorientierte „Marie“.

Ach ja: Es gab tatsächlich keinen Rotwein, sondern Cidre als Aperitif für das 4-gängige Menu! Soviel dazu.

Wir laden „Marie oder auch Henner“ ein, uns im nächsten Jahr bei den Vor- und Nachbereitungen tatkräftig zu unterstützen! Das wäre tätige Nächstenliebe. Mit Spott ist uns nicht geholfen. Eine professionelle Spülmaschine, die für einen Durchgang nur 3-4 Minuten benötigt, könnte „sie“ uns auch gerne sponsern, falls sie das vom Polieren und Transportieren seines eigenen Gedecks entlastet.

Das Weltgebetstagsteam in Mecklar fühlt sich jedenfalls von „Marie“ verarscht.

Mit verärgerten Grüßen im Namen des Mecklarer/Meckbacher Teams!

Pfarrerin Karin Ludwig-Heiderich
Pfarramt Ludwigsau 2 Mecklar
Kirchring 2
36251 Ludwigsau

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