Alles nur ein Ablenkungsmanöver?

Thema: Gelten für die Gemeinde Schenklengsfeld andere Regeln oder sind die Würfel generell gefallen?, HZ vom 21. Juni 2013 „Windpark wird wachsen“ - In dem o. g. Artikel wurde berichtet, dass die Gemeindevertreter der Gemeinde Schenklengsfeld darüber informiert wurden, dass „auf dem Eichberg bei Schenklengsfeld bis 2014 fünf neue Anlagen gebaut“ werden.

Hier wird nicht davon gesprochen, dass eine Planung existiert oder dass erst gebaut werden kann, wenn die Entscheidung der Regionalversammlung vorliegt. Nein, hier wird von Ergebnissen, von Fakten berichtet.

In den letzten Monaten wurde den Bürgern seitens der Politik suggeriert, dass sie in die Entscheidung eingebunden werden, wo Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Ihnen wurde versprochen, dass sie mit eigenen Stellungnahmen aktiv mitwirken können. Auch bei den Flächen HEF_B_01 und HEF_051 am Eichberg sollten die Meinungen der Bürger berücksichtigt werden. Erst das sachliche und gut abgewogene Ergebnis der Regionalversammlung, was nach einer zweiten Offenlegungsphase frühestens für den Herbst 2013 erwartet wird, sollte die Bürger abschließend darüber informieren, auf welchen Flächen Windkraftanlagen genehmigt werden.

Jetzt stellen sich folgende Fragen: Warum wird dieser Fahrplan für das Genehmigungsverfahren bei den Flächen HEF_B_01 und HEF_051 am Eichberg nicht eingehalten? Wieso wird die Beurteilung der Oberen Naturschutzbehörde ignoriert, dass Windräder auf der Fläche HEF_051 eine erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes bedeuten und dass aus naturschutzfachlicher Sicht erhebliche Bedenken gegen eine Bebauung sprechen? Vielleicht will man auch nur das Verfahren beschleunigen, da aufgrund der geplanten Reduzierung der Einspeisevergütung zum 01. Januar 2015 hohe Einnahmeeinbußen drohen und mit Widerstand aus der Bevölkerung eh nicht zu rechnen ist.

Wahrscheinlich ist die Antwort aber ganz einfach: Womöglich sind die Würfel, wo Windkraftanlagen gebaut werden, auch bei den restlichen Flächen der Vorranggebiete schon längst gefallen. Dann war die versprochene Beteiligung der Bevölkerung an den Entscheidungsprozessen wohl nur ein Ablenkungsmanöver.

Melanie Dietrich
Ufhausen

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