Für die Kinder unserer Stadt

Thema: Gebührenerhöhungen des diesjährigen Haushaltsentwurfs - Ist es wirklich in unserem Sinne, dass der diesjährige Haushaltsentwurf Gebührenerhöhungen im Bereich der Kindergärten und Kitas in Höhe von 680.000 Euro vorsieht? Einrichtungen zur Kinderbetreuung dienen der Gesellschaft zur Ermöglichung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dienen der Anreizsignalsetzung für mehr Kinder.

Der neue Haushaltsentwurf 2014 sieht u. a. Kita-/Krippen-Gebührenerhöhungen in Höhe von 200 Euro monatlich vor. Unter Berücksichtigung einer Nicht-Inanspruchnahme des monatlichen Betreuungsgeldes von 150 Euro erhöht sich dieser Effekt noch erheblich. Im Bereich der städtischen Kindergärten sind für die Ganztagsbetreuung Gebührenerhöhungen von aktuell 85 Euro auf 165 Euro monatlich angesetzt. Das genaue Zahlenwerk ist der Homepage unserer Stadt (www.bad-hersfeld.de) unter den Erläuterungen vom 17. Januar 2014 sowie der Haushaltsrede 2014 zu entnehmen. Wer nun schluckt, sich aber damit beruhigt, dass die Gelder unseren Kindern zu Gute kommen, der irrt sich. Diese Mehreinnahmen dienen vollständig der Entlastung des städtischen Haushaltes und beinhalten keine Qualitätssteigerungen in den Einrichtungen vor Ort.

Man muss zusätzlich beachten, dass es keine gesetzliche Kindergarten- bzw. Kita-Pflicht gibt. Durch die nun angedachten Gebührenerhöhungen in diesem Umfang werden viele Familien gezwungen sein, ihre Kinder von den Einrichtungen abzumelden bzw. gar nicht erst anzumelden. Dies hätte den Effekt, dass die auf den ersten Blick verlockende Einsparmöglichkeit von 680.000 Euro nicht eintreten würde und ggf. umschlagen könnte in effektive Ausgaben. Durch Abmeldungen der Kinder würden die aktuell bezahlten Kindergartengebühren entfallen. Ich persönlich habe mich über den schwierigen Haushalt 2014 unserer Stadt informiert und möchte mich nicht in die Reihe der stets fordernden Kritiker ohne Lösungsansätze einreihen. Somit spreche ich mich für Gebührenerhöhungen aus, aber bitte mit einem sozialverträglichen Augenmaß, welches von den schon belasteten Familien auch tragbar ist. Dieses liegt meines Ermessens in einem Bereich einer prozentualen Erhöhung von 10 bis 20 Prozent. Alternativ finde ich auch noch das Ergebnis des Bürgerdialogs von Kita-/Krippen-Gebühren in Höhe von 85 Euro monatlich und einer allumfänglichen Essenskostenpflicht vertretbar. Wir können uns eine Stadt ohne Kinderlachen nicht leisten. Liebe Stadtabgeordnete, ich bitte Sie eindringlich, dies bei Ihrer Stimmabgabe zur Verabschiedung des Haushaltes zu beachten. Die Kinder unserer Stadt und ich setzen unsere Hoffnung in Sie! 

Ariane Korn
 Am Kleußen 5
 Bad Hersfeld

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