Dilemma „Energiewende“

Thema Energiewende und Stromtrassen - Ein Werbespot der RWE, einer der Energie Versorger beginnt: „Sind wir Deutschen eigentlich verrückt geworden? Wenn sie dabei an die Energiewende denken, würden wahrscheinlich einige „Ja“ antworten.“ Ich möchte hinzufügen die Mehrheit nicht nur einige!

In der Tat eine sehr zynische Feststellung. Die deutschen Bürger so wie es scheint sowie grüne Gurus und Abgeordnete in Berlin die bekanntlich in mehrheitlich aus Anwälten und Lehrern bestehen und die demzufolge von Technik nicht den Schimmer einer Ahnung haben, beschlossen die „Energiewende“. Die sich daraus ergebenden gigantischen und äußerst komplexen Konsequenzen hat dabei bis heute verständlicherweise niemand so recht bis zu Ende denken können, geschweige denn verstanden.

Die Atomkraftwerke sollen nun abgeschaltet werden obwohl wir rund um unsere Landesgrenzen damit gespickt sind und wir wissen doch woher die vorherrschenden Winde in diesem Lande wehen. Wir verstehen das nicht!

Was wollen wir Deutschen eigentlich? Der Strom soll also nun aus anderen Ressourcen kommen! Aber bitteschön 24h am Tag und 365 im Jahr und bitte auch ohne eine einzige Unterbrechung.

Beschlossen haben wir nun u.a. auf Windkraftwerke und Solarenergie zu setzen. Da der nutzbare Wind aber hauptsächlich in der norddeutschen Küstenregion und offshore anfällt sollen nun riesige Stromtrassen durchs Land verlegt werden.

- Windkraftwerke will niemand,

- Stromtrassen will niemand,

weil beides die Lande verschandelt. Seehofer hat vor laufender Kamera gesagt wir brauchen in Bayern keine Stromtrassen. Hoffentlich hat er sich dabei etwas gedacht bzw. sich kundig gemacht oder hat der etwa auch keine Ahnung. Das kann doch nicht sein?

gemacht oder hat der etwa auch keine Ahnung. Das kann doch nicht sein? Man bekommt dabei jedoch den Eindruck, dass die Möglichkeiten den Strom dort zu erzeugen wo er benötigt wird in der Tat bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Aber Windmühlen vor unseren Toren wollen wir auch nicht! All das wird wahrscheinlich jedoch ohnehin nicht ausreichen, also muss die Braunkohle wieder ran. Die will aber auch niemand, wegen der Umwelt / CO2 Problematik. Also muss auch die Steinkohle auch wieder ran. Die wollen wir aber auch nicht aus dem gleichen Grund. Wie das ganze gehen soll weiß bis heute hier keine Sau! Man kann schon wieder Stimmen vernehmen: „Wie war das doch so schön und preiswert mit der Atomkraft!“ Eines ist jedoch sicher: Wir die Endverbraucher werden, wie immer, die Zeche bezahlen mit einem Vielfachen des Strompreises den wir heute bereits als unangemessen hoch empfinden. Deshalb werden wir Euch Politiker daran messen ob Ihr hier mit uns Bürgern zusammen ergebnisorientiert an erträglichen und realistischen Lösungen mitarbeitet oder nicht. Das Argument: „Wir waren ja dagegen aber „die da oben haben ja anders entschieden“ oder „Wir waschen unsere Hände in Unschuld, wir haben es ja versucht“ kann dabei nicht akzeptiert werden. Das werden wir Euch dann auch bei den nächsten Wahlen entsprechen quittieren.

Günter Siegel,
Diplom Ingenieur Neuenstein

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