Die Ungewissheit wächst

Thema: Einkaufen in Heringen - Spätestens seit der Schließung des Lidl-Marktes im Februar diesen Jahres spüren die Heringer Bürgerinnen und Bürger, dass sich der Einkauf von Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Gebrauchs immer schwieriger gestaltet. Die Märkte von REWE, ALDI und LIDL (bis zur Schließung) sorgen mit ihrem abgestimmten und vielfältigen Angebot für eine einigermaßen zufriedenstellende Versorgung der Bevölkerung, auch wenn sie auf der „Grünen Wiese“ angesiedelt und somit nicht für jedermann zu Fuß zu erreichen sind.

Und genau hier liegt der „Hase begraben“. Einkaufs-, Garten- und Baumärkte benötigen die Fläche zur Präsentation ihrer Waren und zudem eine entsprechende Anzahl von Parkplätzen. Und diese Voraussetzungen findet man nun einmal nur auf der „Grünen Wiese“ und nicht in den Innenstädten. In die Heringer Innenstadt passen nur kleinere, dem Stadtbild angepasste, Geschäfte mit einer Angebotspalette, die sich als Ergänzung zu den Einkaufsmärkten im Gewerbegebiet sieht und die bereits in der Innenstadt ansässigen und etablierten Bekleidungs-, Schuh- und Schmuckgeschäfte aufwerten. Die bestehende Infrastruktur im Schwerpunktbereich Hauptstraße lässt hier eine Ansiedelung von Großmärkten nicht zu und wenn, dann nur mit großem finanziellen und das Stadtbild einschneidend veränderndem Aufwand. Deshalb sollten alle unsere Bemühungen und Entscheidungen dahingehend sein, dass wir den derzeitigen Märkten ihre Um- und Erweiterungsbauten ermöglichen und auch für die Neuansiedelung ähnlicher Märkte offen sind. Dem Ausbluten an Einkaufsmöglichkeiten muss unverzüglich ein Riegel vorgeschoben werden, wollen wir doch alle auch in Zukunft „vor Ort“ einkaufen können. Die Einkaufsmöglichkeiten in unseren Nachbargemeinden werden immer attraktiver und hier dürfen wir nicht auf der Strecke bleiben. 

Ursula Wenk
Gartenstr. 31
Heringen

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