Massentierhaltung in Hillartshausen

Thema: „Besucher im Hähnchenstall“, Hersfelder Zeitung vom 4. März 2013 - Die Hähnchenmastanlage ist trotz Widerspruch der betroffenen Gemeinden und der Anwohner genehmigt und gebaut worden. Ob es tatsächlich keine Geruchs- bzw. Keimbelästigung geben wird muss sich zeigen. Den Anwohnern wäre dies zu wünschen.

In der computergesteuerten Masthalle werden nun 54.000 Tiere auf 2700 m² (20 Tiere pro m²) circa 35 Tage leben müssen. Dann sind sie reif für die Schlachtanlage und dann können die Verbraucher …

Hühner leben normalerweise in sozialen Gruppen, scharren im Boden, suchen intensiv nach Futter und bewegen sich an der frischen Luft. Diese Grundbedürfnisse werden in der industriellen Mast ignoriert.

Auch wenn alle Gesetze und Rechtsverordnungen erfüllt sind, die Betreiber ein Recht auf Genehmigung der Anlagen haben und nur auf diese Art billiges Fleisch im Überfluss produziert werden kann, bleibt festzustellen: „Den eigentlichen Preis zahlen die Tiere in und mit ihrem viel zu kurzen Leben“.

Nutztierhaltung muss sich nach den Lebensbedürfnissen der Tiere richten - und nicht umgekehrt.

Ulrike und Reinhold Schott
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Kreisverband Hersfeld-Rotenburg e. V.

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