Auf tönernen Füßen?

Thema: Al-Wazir macht Kinkel keinen Platz, HZ vom 14. Januar 2014 - Gell, Herr Al-Wazir, es ist so schön, Minister zu sein und gleichzeitig, sozusagen als Rettungsring, einen gesicherten Platz im Plenum zu haben. Es könnte ja sein, dass frühzeitig die Koalition mit der CDU platzt und dann wäre es ja peinlich, wenn Sie auf einmal nicht mehr im Landtag vertreten wären.

Das lässt den Gedanken aufkommen, dass das Koalitionsgebilde doch auf tönernen Füssen steht. Ich kann mir gut vorstellen, dass da der Wunsch der jungen Kollegin Kaya Kinkel aus Wildeck auf einen Platz in der Fraktion nicht opportun ist. Und wenn es sich ausgerechnet um Ihren Platz handelt, grenzt das schon an eine Majestätsbeleidigung. Wie kommen denn die jungen Leute dazu. Kaum den Eierschalen entronnen, wollen sie schon politisch in die erste Reihe. Die sollen doch besser erst mal Frondienste leisten und Wahlplakate kleben und ordentlich die Werbetrommel rühren im Dorf. Und zu allem Überfluss handelt es sich noch um eine Vertreterin der Provinz. Schade Herr Al-Wazir, ich hätte Ihnen mehr Selbstbewusstsein zugetraut und auch ein Entgegenkommen gegenüber der jungen Generation, um deren Zukunft es ja nun mal geht.

Da hat man die Zeichen der Zeit bei der CDU erkannt - und die junge Nachrückerin Lena Arnoldt nachrücken lassen im Wahlkreis 10. Sie wird neue Ideen einbringen und nicht nur ihre Heimat vertreten, sondern auch dem Hessenland als Aushängeschild für die Aufgeschlossenheit ihrer Partei gegenüber dem Nachwuchs dienen, kreativ sein und frischen Wind einbringen. Im Konzert mit Kaya Kinkel hätten die beiden sich über die Fraktionen hinaus bestimmt gut verständigen können.

Arno Schöter
Edermünde

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