Leserbrief

Abschreckung fehlt

Thema: Lascher Umgang mit Straftätern

Man nehme die Schlagzeilen der letzten Wochen und bekommt den Mund nicht mehr zu: Ein flüchtiger polnischer Autodieb, unter Drogen, Tatort Heenes, Mitglied einer gut organisierten Bande – kein U-Haftbefehl, weil keine Haftgründe? Fluchtgefahr und Verdunklungsgefahr wären zum Beispiel Haftgründe, von denen man schon gehört hätte.

Junger Mann (Mitglied der Feuerwehr) begeht Brandstiftungen, mehrfach, in zwei Bundesländern. Der Landwirt vorm Ruin – keine Haftgründe? Es liegen Verbrechenstatbestände vor, ein hoher Schaden. Haftgrund: Wiederholungsgefahr. Ein Gastwirt spricht an einem Tag bei einer Verhandlung Deutsch, am zweiten Tag im selben Gericht bei anderem Richter nur mit Türkisch-Dolmetscher?

Eine Polizeibeamtin wird durch einen Täter beim Lullusfest schwer verletzt. Er erhält eine Bewährungsstrafe. Anschließend, in derselben Woche, zeigt er den Mittelfinger einer vorbeifahrenden Streifenwagenbesatzung?

Dem geneigten Leser überlasse ich seine eigenen Schlussfolgerungen. Im Gesetz steht, dass eine ausgesprochene Strafe abschrecken soll, genauso soll der Bürger vor Straftätern geschützt werden.

Maik Dippel Heenes