Hetzkampagnen bringen nichts

Thema: Hundesteuererhöhung - Die Argumentation des Herrn Ries irritiert mich doch sehr. Die Aussage, dass die Anhebung der Hundesteuer für sogenannte Kampfhunde ein Mittel zur Abschreckung sei, da es „seiner Meinung nach nicht nötig sei, Kampfhunde zu halten“ zeugt von wenig Sachverstand.

Während die SPD in Hessen dem niedersächsischem Entwurf folgen möchte, die Kampfhunderegelungen abzuschaffen und stattdessen eine generelle Registrierungspflicht sowie eine Sachkundeprüfung einzuführen, wird hier in der Region eine Kampfhundesteuer eingeführt.

Nach der Meinung von Experten hat die Kampfhunderegelung zu keiner Minderung von Beißvorfällen geführt. Des Weiteren sei das Verhalten von Hunden nach wissenschaftlichen Erkenntnisse auf fehlerhafte Haltung des Tieres zurückzuführen und somit nicht auf Veranlagung.

Herr Ries, als selbsternannter Experte, stellt sich mit seinem Verhalten gegen jede fachliche Meinung und blockiert damit das - in diesem Falle - fortschrittliche Denken der SPD, die Ursachen der Probleme zu bekämpfen. Die Registrierungspflicht für Hunde, die von der SPD in ihrem Entwurf vorgesehen ist, hätte auch die finanziellen Einbußen vermieden, die durch den Unfall mit einem - übrigens herrenlosem (!!) - Hund entstanden sind. Denn dessen Besitzer hätte problemlos ausfindig gemacht werden können.

Hier werden ganz offensichtlich fadenscheinige Gründe gesucht, um eine Anhebung der Hundesteuer zu rechtfertigen, die nicht einmal für den Zweck genutzt wird, auf dessen Argumentation sie beruht. Wie wäre es mal zur Abwechslung mit einem lösungsorientierten Ansatz auf der Basis eines gemeinschaftlichen Miteinanders? Und zwar fern jeglicher Hetzkampagnen.

Madeleine Riegel
Kielsbergstraße
Bad Hersfeld

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