Mit Wissen gegen Rechts

Thema: Nazi-Morde  - Angesichts der Blutspur, die ein braunes Mordkommando quer durch Deutschland gezogen hat, sind alle Menschen guten Willens aufgerufen, diesem Terror entgegenzutreten und ein Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen.

Selbstverständnis und Tradition der deutschen Arbeiterbewegung nehmen vor allem die SPD in die Pflicht, gemeinsam mit Erziehern, Sozialarbeitern, Lehrern sowie Persönlichkeiten der Kirchen und gesellschaftlichen Organisationen eine breit angelegte Aufklärungskampagne zu starten, um unsere Kinder und Jugendlichen vor der Verführung durch die Ewiggestrigen zu bewahren. Im Zuge dieser Bildungsoffensive müssen die historischen Fakten schonungslos aufgedeckt, die Legenden beim Namen genannt und die widerlichen Lügen der Neonazis entlarvt werden. Andernfalls schließen die Unverbesserlichen mit ihren menschenverachtenden Parolen die Lücken, die fehlende politisch-historische Bildung hinterlässt.

Wahr ist: Als der greise Feldmarschall von Hindenburg am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte, betrat nicht nur der Totengräber der Weimarer Republik die politische Bühne, sondern ein Machtpolitiker, der skrupellos das Ziel verfolgte, die Juden auszurotten, die politischen Gegner zu vernichten und Lebensraum im Osten zu erobern.

Der Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen, von Hitler gewollt, geplant und befohlen, war der Auftakt eines beispiellosen Vernichtungskrieges.

Der blinde Gehorsam gegenüber diesem „Führer“ und seiner verbrecherischen Clique führte geradewegs in die Hölle von Auschwitz und in den Kessel von Stalingrad.

Der „größte Feldherr aller Zeiten“ hat den Idealismus junger Menschen in schändlicher Weise missbraucht, eine ganze Generation in den Angriffskrieg getrieben und an allen Fronten „verheizt“.

Dieser „Führer“, der in der Schlussphase des Zweiten Weltkrieges Dreizehnjährige gegen russische Panzer schickte, entzog sich durch Selbstmord feige der politischen Verantwortung.

Am Ende des von Hitler entfesselten Krieges standen millionenfach der Tod, Trümmer und Ruinen, Vertreibung und Flucht, Besetzung und Teilung unseres Landes.

Nur junge Bürgerinnen und Bürger, die fähig sind, sich dessen zu erinnern, was Menschen zwischen 1933 und 1945 unter dem Hakenkreuz erfahren und erleiden mussten, werden in Zukunft den Anschlag der braunen Seilschaften auf Humanität und Menschenwürde abwehren und sich schützend vor unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger stellen.

Berhold Wittich
Schulstr. 44
Ludwigsau

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