Humanitive Hilfe

Thema: Libysche Freiheitskämpfer werden im Rotenburger HKZ behandelt, HZ vom 24. Januar Die 57 libyschen Rebellen, die der Geschäftsführer des HKZ Guido Werner lieber „Freiheitskämpfer“nennt, kurieren ihre Kriegsverletzungen im HZK aus. Das finde ich gut, weil es sich um eine humanitäre Hilfe handelt.

Einen Tag später, am 25. Januar, berichtet die HZ unter dem Titel: „Ex-Rebellen umstellen Wüstenort Bani Walid“, dass sich dort immer noch Gaddafikämpfer aufhalten und einen Stützpunkt der „Revolutionäre“ angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht hätten. Es seien die selben Kämpfer, die im vergangenen Jahr unter der Führung des Gaddafi-Sohns Saif al-Islam gegen die libyschen Rebellen gekämpft haben.

Seif al-Islam Gaddafi wurde im November 2011 von den Truppen des libyschen Übergangsrates festgenommen, aber nicht an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausgeliefert, obwohl ihn Den Haag auf die Fahndungsliste wegen Kriegsverbrechen gesetzt hat.

Am 28. November 2011 hatte sich die Friedensinitiative Hersfeld-Rotenburg in einem „Offenen Brief“ an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gewandt und im Zusammenhang mit dem Massaker an 267 gefangenen Gaddafi-Kämpfern dafür ausgesprochen, dass alle Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen im Libyenkrieg von Den Haag abgeurteilt werden sollten.

Nun verlangt auch der israelische Rechtsanwalt und Menschenrechtler Nick Kaufman, der auch schon als Ankläger in Den Haag gewirkt hat, die Auslieferung des Gaddafisohns Saif al-Islam, der in einem libyschen Gefängnis sitzt, an Den Haag, um ihn dort zu verteidigen.

Frage: Was sagen die libyschen „Freiheitskämpfer“ im Rotenburger HKZ zu diesen Verbrechen und Vorgängen.
Hans Feick
Schlippental 11
Bad Hersfeld

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