Borniertheit führt nicht weiter

Thema: Jahreszahl wechselt – Probleme bleiben - Um die Jahreswende 2011/2012 bietet die politische Klasse unserer Republik ein insgesamt tristes Bild kollektiver Orientierungs-, Hilf- und Perspektivlosigkeit.

Die, die das Volk führen und leiten sollten, sind vor dem Hintergrund globaler Verwerfungen und Irritationen nicht mehr in der Lage, diesen Verfassungsauftrag adäquat zu erfüllen. Alte Probleme (Reformstau) bestehen fort; neue kamen hinzu (Realisierung der Energiewende)!

Die Bürger haben längst gemerkt, dass „die da oben“ ein perspektivisches Krisenmanagement hinzubekommen kaum noch in der Lage sind. Das allerdings verwundert nicht, denn traditionell sind unsere politischen Parteien eher fokussiert, einander gegenseitig zu blockieren und zu bremsen statt endlich über Parteigrenzen hinweg zu denken bzw. zu handeln zu beginnen. Wer im politischen Mitbewerber nur noch den „politischen Gegner“ zu sehen und zu verstehen in der Lage ist, der ist dialogunfähig. Das aber führt nicht mehr weiter!

Höchste Zeit einer Entwicklung entgegen zu wirken, die Amerika derzeit in eine politische Schockstarre zu versetzen beginnt: den Dauerfrost zwischen den beiden Kongressparteien! Starr, stur und immobil mit dem Kopf durch die selbst errichteten Mauern in den Köpfen zu wollen, führt bestenfalls zu Beulen, nicht aber zu Lösungen! Die aber braucht unsere Bundesrepublik dringend!

Bornierte Parteifunktionäre mit eingeschränktem Seh- und Wahrnehmungsfeld passen nicht mehr in eine Welt, in der es vor allem auf flexible Beweglichkeit ankommt, was bekanntlich keine Absage an bewährte Traditionen bedeutet. Schaffen die unsere politische Klasse bildenden Parteien diesen Turn nicht, schieben sie immer weitere Wähler den rechts wie links lauernden Extremisten geradezu in deren Fangarme!

Dr. Matthias Krafft
Vorm Lohn 6
Niederthalhausen

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