Begrenzt begeistert

Thema: Leserbrief zum Klima“gipfel“ in der Stadthalle - Meine Begeisterung über die Energie- und Klimatage am vergangenen Wochenende ist nicht zuletzt daher stark begrenzt, weil dort Grundbegriffe wie Primärenergieeinsatz oder ökologischer Fingerabdruck offenbar annähernd vollständig unbekannt waren.

So ließ sich kaum erörtern, inwieweit zum Beispiel ein 220V-Wechselrichter für Photovoltaikanlagen überhaupt ökologisch vertretbar sein kann. Es drängt sich der Eindruck auf, dass man dem Glauben, uneingeschränkt weiterklotzen zu können, ebenso uneingeschränkt nachhängen möchte, wogegen offensichtliche ökologische Schäden weiter undiskutiert bleiben sollen. Voll-Öko eben auch die Vorort, sowie in der HZ am Montag vertretene Auffassung, dass die heimischen Holzressourcen „nur“ zur Hälfte ausgelastet seien, die dann in der denkwürdigen Behauptung gipfelt, dass die durchschnittliche Buche 99 Jahre alt wäre. Wir dürfen uns nun fragen, wie weit man fahren muss, um nur eine dieser Durchschnittsbuchen anzutreffen und welchen Sinn es machen soll, im Anfall von seltenem Öko-Heldentum zu glauben, die Dinge würden besser, wenn man sie sich schön redet?

Peter Braun
Am Brunnen 1
Bad Hersfeld

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