Keine Experimente im Schulsystem

Thema: Qualität der Ausbildung

Die Untersuchungsergebnisse des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungsbereich sind niederschmetternd. Besonders an den Grundschulen bewegen sich die Leistungsoutputs permanent nach unten. Offensichtlich ist der Leistungsstandard nicht auf die Anforderungen der Zukunft ausgerichtet.

Es grenzt schon an Unverständnis, wenn behauptet wird, dass das gemeinsame Lernen mit behinderten Kindern (Inklusion), Kindern aus eingewanderten Familien mit unterschiedlichen ethnischen und kulturellen Hintergründen, Quereinsteigern mit sprachlicher Inkompetenz zu optimaler sozialer Kompetenz geführt werden könne.

Solche in der öffentlichen Meinung und in den Printmedien häufig vertretenen Ansichten führen sich, basierend auf allen pädagogisch-psychologischen Erkenntnissen-, von selbst ad absurdum. Auch der in der Öffentlichkeit häufig geäußerten Auffassung, dass die Lehrer unfähig seien, mit der neuen Situation fertig zu werden, ist total inakzeptabel. Qualität der Schule ist unsere Zukunft.

Alle unsinnigen pädagogischen Experimente sind aus der Schule zu verbannen; den aktuellen – extremen – heterogenen Tendenzen muss Einhalt geboten werden. (...) Die Lehrer trifft sicherlich keine Schuld am schulischen Leistungsabfall. Ein sofortiges schnelles Umdenken der Bildungspolitik ist das Gebot der Stunde. (...)

Der derzeitige Bildungsstand sollte Anlass genug sein, alles – wissenschaftlich analysiert – auf den Prüfstand zu stellen. Besonders in der Grundschule sollte der Leistungsgedanke wieder entdeckt und die Bildungsbiografie der Schüler anspruchsvoller gestaltet werden.

Heinzjoachim Windrich

Hauneck

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