Hessentag-Arena zum „Ruhigstellen“

Thema: Festspiel-Defizit und neue Ausgaben

Bei der Billigung des Ausgleichs des Festspieldefizits hatte man offenbar nicht einmal den Stadtverordneten genaue Zahlen vorgelegt (HZ vom 18. November), geschweige denn die Öffentlichkeit informiert.

Dabei hätte ich als Steuerzahlerin zum Beispiel sehr, sehr gerne gewusst, wie viel Honorar Intendant Dieter Wedel eigens für das Erstellen des Luther-Drehbuchs sich zugestanden und auch erhalten hat! Und wie viel die Trocknung der Kostüme nach verregneten Vorstellungen tatsächlich kostete, wurde dieser Posten doch allen Ernstes für die Überziehung des Etats vorgebracht – gab es wohl zuvor nie verregnete Vorstellungen?! Befürchtet man etwa seitens der Magistratsmitglieder, dass man selbst statt der Festspiele bundesweite Schlagzeilen macht?! Nur so kann ich das Verhalten einiger Verantwortungsträger einordnen.

Und nur so macht es Sinn, dass man seitens der Tonangebenden gleich groß eine „Hessentag-Arena für 15 000 Gäste“ in Aussicht stellt – irgendwie müssen die Leute eben „ruhiggestellt“ werden, das hatte sich in der Geschichte doch schon oft bewährt.

Ich hoffe nur, dass das Erwachen nicht allzu schmerzlich wird, vor allem für die Nachgeborenen.

Brunhilde Miehe

Kirchheim

Kommentare