Bauleitplanung und Kinderkrippe

Gemeindevertreter erschweren die Arbeit in Niederaula

Als Elternbeiratsvorsitzender des Kindergartens Niederaula unterstütze ich die Kritik unserer KiTa-Leiterin Doris Krotzky zu 100 Prozent.

Mein offener Brief wäre wohl mit einem etwas „spitzeren“ Bleistift verfasst worden, in dem die von uns gewählten Gemeindevertreter aufgrund ihrer persönlichen Kinkerlitzchen, welche die Arbeit zum Wohle der Gemeindemitglieder erheblich erschweren, wenn nicht sogar des Öfteren schlichtweg blockieren, nicht gerade gut dabei weggekommen wären.

Man könnte hier fast von einer Schande sprechen, was sich einige unsere Gemeindevertreter seit der Wahl 2016 in dieser Gemeinde erlauben. Und nun wurde erneut Zeit und Geld verbrannt, ohne von den Verantwortlichen dieses Desasters auch nur eine einzige Alternative genannt zu bekommen, geschweige denn eine Begründung für ihr Versagen.

Die einzige mir bekannte Begründung war, dass es keiner Begründung bedarf. Und das ist schlichtweg falsch! Als Gemeindevertreter ist man mit seinem Handeln jederzeit den Gemeindemitgliedern Rechenschaft schuldig – ansonsten haben sie in der Gemeindevertretung schlichtweg nichts zu suchen – was ich in diesem Falle erneut begrüßen würde. So mögen die Verantwortlichen doch bitte Platz schaffen für Menschen, welche die Gemeinde auch voranbringen wollen, und ihre privaten Spielchen hintanstellen.

Im Übrigen würde ich mir, wie Frau Krotzky, wünschen, dass die Gemeindevertretung mal geschlossen den Kindergarten Niederaula besucht, und hierbei den Kindern ganz genau zusieht, wie Konfliktbewältigung funktioniert. Denn Kinder gehen im Gegensatz zu unseren Gemeindevertretern deutlich konstruktiver mit diesem Thema um.

Ich habe, in Bezug auf unsere Gemeindevertretung, diese mal mit einem Kindergarten verglichen – dieser Vergleich war völlig falsch – denn ich habe damit Unrecht getan, den Kindern gegenüber. Hier gibt es auch mal bockige Kinder, aber im Gegensatz zu manchem Gemeindevertreter haben diese Kinder schnell ein Einsehen und können Kompromisse eingehen, ohne an ihrem Ego zu ersticken.

Jetzt wurde es doch etwas spitzer. Dafür entschuldige ich mich. Nicht.

Timo Brack

Niederaula

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