Ehrenamtliche hocken im Kellerloch

Thema: Zukunft des Stadtarchivs in Bad Hersfeld

Nach nun jahrelanger Lösungssuche nach einem Stadtarchiv wird die nächste Sau durchs Dorf gejagt. (...) Für das Projekt Am Markt 16 – so von der Politik beschlossen und auch über die HZ in der Öffentlichkeit so vorstellt – sollen nun auf einmal keine ausreichende Fördermittel vorhanden sei? Stimmt das wirklich? Hat sich jemand in der Politik darum bemüht diese Aussagen zu überprüfen oder infrage zu stellen, anstatt zu allem Ja und Amen zu sagen?

Ich kann mir eine solche Nichtförderung oder Stiftung, für ein gesetzlich vorgeschriebenes und verpflichtendes Stadtarchiv, nicht vorstellen, zumal es ja als ein Hessentagsprojekt aufgenommen worden ist. Gibt es keine Mittel in Hessen, der Bundesrepublik oder Europa, um die historischen Dokumente entsprechend ihrer Wertigkeit einen entsprechenden Raum in der Bad Hersfelder Geschichte zu geben? Für jeden Popanz werden Fördermittel beschafft, selbst für nicht mehr benötigte Bürgerhäuser.

Wie lange will man denn nun noch warten und die Stadtarchivsache permanent durch weitere Vorschläge zerreden? Wenn das eine nachhaltige Politik sein soll, braucht man sich über Politikverdrossenheit nicht wundern. Was die personelle Lage im Stadtarchiv betrifft, mag sich die Lage zunächst entspannt haben, nur die räumliche und planerische nicht. (...)

Wie es also so aussieht, wird man als ehrenamtlicher Mitarbeiter, noch weiter in dem Kellerloch seine freie Zeit verbringen müssen oder sollen. Man setzt offenbar voraus, dass diese personelle und räumliche Situation weiterhin so bleibt. Das muss aber nicht so bleiben, denn alles hat einmal ein Ende.

Für die Ehrenamtlichen mittlerweile eine Zumutung, was ausdrücklich nicht an der Stadtarchivarin liegt. An wem das liegt, werden sicher die Bad Hersfelder Bürger beurteilen können.

Gerhard Kraft Bad Hersfeld Ehrenamtlicher Mitarbeiter im Stadtarchiv

Kommentare