Aufwertung muss sofort beginnen

Thema: Zukunft im ländlichen Raum

Endlich ergreift jemand die Initiative, um Heringen fit für die Zukunft zu machen. Bürgermeister Iliev ist fest entschlossen, die Weichen dafür jetzt zu stellen und das ist gut so. Es ist zu hoffen, dass durch eine solide Zusammenarbeit aller Parteien, unter Einbeziehung der Bevölkerung sowie gewisser Gremien das Werratal und Heringen auch für zukünftige Generationen lebenswert bleibt.

Schon in Leserbriefen in 2014 und 2017 vermerkte ich als Kernthema: Was kommt nach K+S? Sowie die Forderung: Das Werratal darf kein Armenhaus werden. Denn was nützen uns Einkaufszentren, wenn die Infrastruktur nicht stimmt.

Nunmehr zu einer der vorgesehenen Visionen. Im Mitteilungsblatt Nr. 35 heißt es: „Das Spektrum reicht von sofort umsetzbaren kleinteiligen Aufwertungen bis hin zu Zukunftsvisionen.“ Diese genannte kleinteilige Aufwertung muss sofort beginnen.

Denn um Heringen zurzeit überhaupt für alle erreichbar zu machen, bedarf es auch guter Verkehrsstraßen. Heringen muss nicht nur von Westen, sondern auch vom Osten erreichbar sein und da sind wir mitten drin im Thema. Es geht um den Ausbau der Landstraße vom Dippacher Kreuz bis zum Ortsende des Stadtteils Leimbach. Diese 400 Meter sollten sich die Herren vom Planungsausschuss und Hessen Mobil noch mal genau ansehen. Auch der Presse sei empfohlen, das tägliche Schauspiel zu dokumentieren.

Es ist nämlich nur noch eine Frage der Zeit, wenn aus dem Schauspiel ein Drama wird. Dann nämlich, wenn ein Bus mit Schulkindern einen Lkw in den Kurven mit tief ausgefahrenen Banketten ausweichen muss und umkippt.

Man sollte auch jetzt schon recherchieren, wer von den verantwortlichen Herren, die den Ausbau dieser 400 Meter nicht tolerieren, dann zur Rechenschaft gezogen werden kann. Es sei auch empfohlen, die Berufsgenossenschaft diesbezüglich einzubringen: In allen Arbeitsbereichen steht die Unfallverhütung an erster Stelle. Auch Radfahrer wissen mittlerweile, dass der Werratalradweg in Heringen zu Ende ist. Fazit: Jetzt schon umsetzbare Voraussetzungen schaffen, um auch der Aussage: „Heringen mittendrin“ gerecht zu werden.

Hans Leimbach,

Heringen-Herfa