Zu lang und hässlich

Umfrage: Pflege-Etiketten im Pullover nerven

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62 Prozent der Deutschen entfernen das Pflegeetikett in der Kleidung immer oder manchmal. Das ist das Ergebnis einer Umfrage. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Kleidungsstücke sollen nicht nur gut aussehen und bequem sein. Deswegen stören sich viele Verbraucher an den Etiketten in ihrem Inneren, wie eine Umfrage ergeben hat. Ein großer Teil interessiert sich nicht einmal für die Informationen, die sie enthalten.

Berlin (dpa/tmn) - Waschen, bügeln, trocknen: Etiketten im Pullover helfen bei der Pflege. Trotzdem sind viele Verbraucher genervt von dem Zettelchen in ihrer Kleidung.

Rund 62 Prozent der befragten Deutschen gaben in einer Studie des Marktforschungsunternehmen Ipsos an, das Etikett zu entfernen. Rund 8 Prozent tun dies immer, 53 Prozent manchmal. Der am häufigsten genannte Grund ist das Kratzen und Schubbern an der Haut (76 Prozent), gefolgt vom Argument, dass das Etikett zu lang und nervig sei (54 Prozent). 25 Prozent gaben an, dass sie die Optik stört.

Unter allen Befragten gaben außerdem rund ein Drittel an, die Pflegesymbole in den Kleidungsstücken nicht oder nur selten zu beachten (5 und 26 Prozent). Nur 15 Prozent beachten die Herstellerangaben zur Wäschepflege immer, 55 Prozent oft.

Die repräsentative Umfrage im Auftrag von GINETEX, der internationalen Vereinigung für die Pflegekennzeichnung von Textilien, wurde in sechs europäischen Ländern durchgeführt. In Deutschland wurden im Januar 1000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt.

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