„Ihr habt mich alle im Stich gelassen“

Star bettelte Konzert-Besucher um Drogen an

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Sänger Moby wird im Mai eine neue Biografie veröffentlichen. 

Das Leben von Sänger Moby war nicht immer einfach. Kurz nachdem er berühmt worden war, hatte er mit einer Alkohol- und Drogensucht zu kämpfen. In seiner Biografie packt er über diese schwere Phase aus.

New York - Wie tief kann man für eine Alkohol- und Drogensucht sinken? Diesen Tiefpunkt hat Sänger Moby leider erleben müssen. In seiner neuen Autobiografie, die am 7. Mai erscheint, packt der „Porcelain“-Star zum ersten Mal über schwere Zeiten aus und schockiert seine Fans mit unerwarteten Aussagen. Das US-amerikanische Nachrichtenportal The New York Post hat einige Abschnitte aus dem Buch  veröffentlicht, das den Titel „Then it fell apart“ (auf Deutsch: „Dann fiel es auseinander“) trägt.

Der Moment, als der Musiker erkannte, er hätte nicht tiefer sinken können, war am 11. September 2008, dem Tag seines 43. Geburtstags. Moby, der mit bürgerlichem Namen Richard Melville Hall heißt, lag damals sturzbetrunken auf dem Bürgersteig vor seinem Haus in Manhattan. Er schaffte es nicht einmal durch die Tür zu gehen, so traurig und betrunken wie er war. In diesem Moment erkannte der DJ, dass er den tiefsten Punkt seines Lebens erreicht hatte. Zehn Jahre davor hatte sich der Sänger unter anderem mit seinem Album „Play“ und Hits wie „Porcelain“ und „Why Does my Heart Feel so Bad?“ einen Namen in der Musikszene gemacht, doch zusammen mit der Berühmtheit kam leider auch der Abstieg in die Sucht.

Moby unterbricht Konzert und schreit Publikum an: „Ihr solltet euch schämen“

Plötzlich fing der heute 53-Jährige an, viel Alkohol zu trinken und Drogen zu konsumieren. Zu diesem Zeitpunkt ging auch seine Beziehung mit Schauspielerin Natalie Portman zu Ende und 100 Drinks in nur einer Woche waren für ihn ganz normal geworden. Damals war der Musikproduzent so verzweifelt, dass er sogar Konzerte von Bekannten unterbrach, um das Publikum nach Drogen zu fragen.

Und als wäre dieses Verhältnis nicht schlimm genug, rastete der Musik-Star aus, wenn er nicht das bekam, was er verlangte. In einem Abschnitt der Biografie erinnert sich der New Yorker an einen besonderen Abend, in dem er eine Performance von Debbie Harry unterbrach und auf der Bühne komplett durchdrehte: „Ich bin sehr enttäuscht von euch! Ihr nennt euch New Yorker, aber niemand hier hatte Drogen für mich“, brüllte Moby verzweifelt ins Mikro. „Ihr habt mich alle im Stich gelassen. Ihr solltet euch schämen.“ Suizidgedanken hatte der Musiker in dieser schwierigen Phase auch, zweimal versuchte er sogar, sich umzubringen.

Weitere Geschichten rund um die umstrittene Vergangenheit des Sängers werden ab Mai im Buch zu lesen sein. Die Biografie wird aber zuerst nur auf Englisch erscheinen.

Der plötzliche Tod eines Männermodels auf der Fashion Week in São Paulo schockte die Welt. Seine Mutter ist sich sicher: Der tragische Vorfall hat nichts mit Drogen zu tun.

fm

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