Tomatenschlacht

Rot, röter, "La Tomatina": die Tomaten fliegen

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Bei "La Tomatina" wurden dieses Jahr 165 Tonnen überreife Tomaten geworfen - hinterher standen die Menschen bis zu den Knien in Tomatensauce. Foto: Kai Foersterling

Buñol in Spanien: 22 000 Besucher, 165 Tonnen überreife Tomaten und eine Stunde Zeit diese Tomaten auf Mitkämpfer zu werfen. Nach der größten Lebensmittelschlacht der Welt standen die Menschen metertief in Tomatensauce.

Buñol (dpa) - Die "größte Tomatenschlacht der Welt" hat den spanischen Ort Buñol am Mittwoch metertief in eine matschig-rote Brühe getaucht. Mehr als 20 000 "Krieger" bewarfen sich in der Ortschaft in der Provinz Valencia am Vormittag gemäß der Tradition eine Stunde lang mit überreifen Tomaten.

Als Munition diente ihnen dabei in diesem Jahr eine Rekordmenge von 165 Tonnen der Früchte. Das Resultat der "Tomatina": ein See aus knallroter Brühe, der den Teilnehmern teilweise bis zu den Knien reichte.

Die Tomaten werden traditionell von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt und wurden von sieben Lastwagen abgeworfen. Das Volksfest findet seit mehr als 70 Jahren immer am letzten Mittwoch im August statt. Das Spektakel erfreute sich jahrelang so großer Beliebtheit, dass teilweise bis zu 50 000 wurffreudige Menschen anreisten und die Gemeinde mit ihren 9000 Einwohnern völlig überfordert war. Deshalb war die Teilnehmerzahl im Jahr 2013 auf 22 000 begrenzt worden.

Laut dem Guinness-Buch der Rekorde handelt es sich um die weltweit größte Lebensmittelschlacht. Jedoch ist das Festival nicht ganz ungefährlich. Die Veranstalter riefen deshalb dazu auf, die Tomaten vor dem Werfen in der Hand zu zerdrücken, um die Wucht des Geschosses abzumildern. Viele trugen zum Schutz der Augen Taucherbrillen.

Die Zahl der Sicherheitskräfte war nach den Terrorattacken von Katalonien auf 740 aufgestockt worden. Auch ein Helikopter war Medienberichten zufolge im Einsatz.

La Tomatina

La Tomatina im Guinness Buch der Rekorde

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