Wochenendkolumne

Zwischen den Zeilen: Spendable Fans, eine gute Kopie und viel Platz

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Kaarl Schönholtz

Viele Freunde der Bad Hersfelder Festspiele verzichten auf die Rückerstattung des Geldes für ihre Festspieltickets und zeigen so Solidarität.

20.000 Euro haben treue Fans der Bad Hersfelder Festspiele den Theatermachern gespendet, indem sie auf die Rückerstattung für gekaufte Tickets verzichtet haben. Das hat uns Intendant Joern Hinkel am Rande des Interviews erzählt, das Sie in unserer Donnerstags-Ausgabe lesen konnten. Dankbar ist Hinkel auch dafür, dass etwa 20 Prozent der übrigen Kartenkäufer lieber einen Gutschein für nächstes Jahr als ihr Geld zurückhaben wollten.

Dass sich die Festspiele trotz Corona auch dieses Jahr noch zeigen wollen, hat der Intendant ebenfalls angekündigt. Deshalb nicht wundern, wenn demnächst das Zeltdach über der Stiftsruine aufgezogen wird. Das wäre allerdings ohnehin passiert, weil die Dachhaut nicht den ganzen Sommer über eingelagert bleiben sollte.

Gute Idee - gibt's schon in Fulda

Wer sich im Wettbewerb um Einwohner und Fachkräfte einen Vorteil verschaffen will, braucht gute Ideen wie etwa die für einen Azubi- beziehungsweise Nachwuchscampus, der in Bad Hersfeld auf dem Wever-Gelände entstehen könnte. Das Vorhaben präsentierten kürzlich Landrat Dr. Michael Koch, Bürgermeister Thomas Fehling, Waldemar Dombrowski, Chef der Arbeitsagentur und Sparkassen-Vorstand Reinhard Faulstich. Der Campus soll Auszubildenden und Studenten günstigen Wohnraum bieten. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht, wie sich schnell herausstellte. In der Fuldaer Innenstadt haben bereits im Herbst 2019 die ersten jungen Leute den Azubi-Campus „pings“ bezogen, der bis zu 120 Auszubildenden nicht nur eine Unterkunft, sondern einen Rundumservice mit Betreuung und W-Lan bieten soll. Aber wie heißt es so schön: Besser gut kopiert als schlecht erfunden…

Viel Platz für neue Konzepte

In der Bad Hersfelder City Galerie gibt es unvermutet viel Platz für neue Ideen: Nach dem Umzug der „My world“-Kinderabteilung des Modecentrums Sauer zurück ins Haupthaus, stehen jetzt 640 Quadratmeter Fläche für verschiedene Handelskonzepte zur Verfügung. „Wir arbeiten im Hintergrund aktiv an einer Nachfolgelösung“, berichtet Galerie-Manager Jörg Markert, der aber auch ein offenes Ohr für neue Interessenten hat.

Von Karl Schönholtz

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