Wochenend-Kolumne

Zwischen den Zeilen: Sicherheit, W-LAN und Lolls-Gerüchte

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Karl Schönholtz.

Um das Sicherheitsempfinden mancher Hersfelder und Gerüchte zum Lolls-Festival geht es in der aktuellen Wochenend-Kolumne von Karl Schönholtz.

Das subjektive (Un-)Sicherheitsempfinden mancher Hersfelder ist ein Thema, das durch die Fakten zwar relativiert, aber nicht vom Tisch gewischt werden kann. Das Wissen, dass in vermeintlich zwielichtigen Bereichen nichts oder fast nichts passiert, hilft nicht viel, wenn mir trotzdem unwohl ist.

Was die Diskussion im Ausschuss jedoch bewirkt hat, ist die Einordnung denkbarer Gegenmaßnahmen: So wäre die angedachte großflächige Videoüberwachung der berühmte Kanonenschuss auf die Spatzen und schon mit dem Datenschutz nicht vereinbar.

Polizeipräsenz, bessere Beleuchtung oder bauliche Veränderungen können jedoch dazu beitragen, bestimmte Bereiche noch sicherer erscheinen zu lassen. Dann nähert sich das subjektive Sicherheitsempfinden sicher auch bald dem objektiven an.

Vor wenigen Wochen habe ich an dieser Stelle über das fehlende W-LAN an den Sitzungsorten der Bad Hersfelder Parlamentarier in den Stadtteilen gemeckert. Stichwort Smart City und so. Stadtsprecher Meik Ebert hatte daraufhin Abhilfe versprochen und siehe da: Bei der Sitzung des Ortsbeirates Johannesberg im Tennisheim hatte Protokollführer Jerome Sauer eine Fritzbox im Gepäck und baute so für das Ratsinformationssystem und Medienvertreter ein Netzwerk auf. Danke!

Und noch einmal Smart City: Bürgermeister Thomas Fehling erprobt derzeit eine automatische Öffnung seiner Parkplatzsperre. Darüber hat jetzt sogar das HR-Fernsehen berichtet.

In der stellenweise aufgeregten Diskussion um die abgesägten Lolls-Linden und die Tradition des Bad Hersfelder Heimatfestes wurde auch das Gerücht laut, das Lolls-Festival mit Musik für Jung und Alt solle künftig von einem auf drei Tage ausgedehnt werden. Kann sein, aber bestimmt nicht dieses Jahr: Lolls-Organisatorin Julia Scholz dementierte auf unsere Nachfrage unter Verweis auf das Mammutprogramm des bevorstehenden Hessentags.

Kein Gerücht ist hingegen, dass die Gaststätte „Konrads“ jetzt wieder vom Mitmachmuseum „wortreich“ betrieben wird. Vorerst wird das Lokal allerdings nur bei Bedarf, also für spezielle Veranstaltungen geöffnet. Zwischenzeitlich war das „Konrads“ von einem privaten Betreiber als Event-Location genutzt worden.

ks@hersfelder-zeitung.de

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