Wochenend-Kolumne

Zwischen den Zeilen: Neues Jahr, neues Glück

In der Wochenend-Kolumne "Zwischen den Zeilen" geht es um einen Wachwechsel, Dank und einen Nachruf. 

Wachwechsel im Werratal: Pünktlich zum neuen Jahr hat Timo Heusner das Bürgermeisterbüro im Landgrafenschloss von Philippsthal bezogen. Wir wünschen ihm einen guten Start ins neue Amt und immer eine ruhige Hand.

Timo Heusner folgt auf Ralf Orth, der aus Gesundheitsgründen nicht noch mal angetreten ist. Mit Ralf Orth verbindet mich eine besondere Beziehung: Vor zwölf Jahren haben wir beide am selben Tag einen neuen Job und damit Lebensabschnitt begonnen: Er als Bürgermeister, ich als HZ-Redaktionsleiter. Einer meiner ersten HZ-Termine war damals zudem beim Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft in Philippsthal.

Alles Gute, Ralf Orth, wir sehen uns bald mal wieder – dann wohl in Breitenbach/H.

Mit dem Wachwechsel ist nun auch vollends der Generationswechsel der Bürgermeister im Ostkreis vollzogen. Die jungen Männer Daniel Iliev in Heringen, Andre Stenda in Hohenroda, Carl Christoph Möller in Schenklengsfeld und der „Senior“ dieser Runde, der im besten Mannesalter stehende Dirk Noll in Friedewald, werden in ihrer Amtszeit auch die Konversion im Werratal für die Zeit nach der Kali-Industrie anstoßen müssen.

Denn sie werden vermutlich das Auslaufen der Kali-Produktion noch miterleben – auch wenn bis dahin hoffentlich noch viele gute Jahre ins Land gehen. Doch Konversion braucht Zeit. Der Werra-Ulster-Weser-Fonds stellt dafür erste Mittel zur Verfügung. Durch den leider viel zu frühen Tod des nordhessischen Regionalmanagers Holger Schach im vergangenen Jahr sind aber größere strukturelle Pläne erst mal ins Stocken geraten. Doch auch die Landräte, Reinhard Krebs vom Wartburgkreis und Dr. Michael Koch, haben das Thema oben auf ihrer Agenda.

Die Arbeit von Feuerwehr und Rettungskräften haben wir an dieser Stelle schon oft gelobt. Nach der Silvesternacht wissen wir erneut, was wir an unseren Helfern haben. Bei großen und kleinen Bränden im Kreisgebiet, waren die Retter rechtzeitig zur Stelle, um schlimmeres zu verhindern. Danke dafür! Gänzlich unerträglich ist es in diesem Zusammenhang, dass es leider auch bei uns immer öfter Übergriffe auf Rettungskräfte gibt – so Silvester in Bebra und Alheim. So ein Verhalten ist einfach nur dämlich – und völlig inakzeptabel.

Auf seine Art war er für Bad Hersfeld ein Original. Joachim Seltner ist kurz vor dem Jahreswechsel gestorben. Wer auch nur hin und wieder ins Geistalbad zum Schwimmen geht, kennt ihn als braun gebrannten Zeitungsleser vom Beckenrand, wo er mit seiner gesundheitlich bedingt gebeugten Statur regelmäßig auch gymnastische Übungen vollführte. Von früh bis spät, von Mai bis September war das schöne Bad sein Zuhause. Häufig anzutreffen war er auch in der Fußgängerzone.

Und ob beim Schwimmen oder Flanieren außerhalb der Badesaison – in seiner eigenwilligen Ansprache war die unverwechselbare Erscheinung immer freundlich und an allem interessiert. Bad Hersfeld hat eine Persönlichkeit verloren. kai

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